Mo-Bo MB 800 All-Terrain

Mo-Bo MB 800 All-Terrain

Mo-Bo MB 800 All-Terrain

Testbericht vom: 2009-06-24

Auspackzeremonie

 

Lieferumfang

Als wir erwartungsvoll das rießige Paket, mit der Absenderadresse von Mo-Bo in Hamburg, entgegennahmen, gingen wir positiv überrascht davon aus, dass uns gleich zwei Bretter zu Testzwecken zugesand wurden. Allerdings stellte sich beim Öffnen des Kartons sehr schnell heraus, dass es sich hierbei nur um ein sehr liebevoll verpacktes Mo-Bo 800 Alltrack Mo-Bo MB 800 Verpackung handelte. Nachdem wir alle Kartons, Folien und Styroporpolster entfernt hatten, standen wir diesem atemberaubenden Mo(nster)-Bo(ard) erstmals gegenüber.

Satte 118 Zentimeter lang, stolze 52 Zentimeter in der Breite (Deckbreite: 28 Zentimeter) und gute 24 Zentimeter Bodenabstand kombiniert mit einem Kampfgewicht von rund 30 Kilo. Damit stellt das MB 800 jedes handelsübliche Skateboard im wahrsten Sinne in den Schatten.

Weiterhin fanden wir im Paket noch eine ausführliche Bedienungsanleitung, mit wichtigen Tipps zur Handhabung des Boards, ein Ladegerät und eine kleine Tasche mit sämtlichem Werkzeug, welches man benötigt um das Brett zu reparieren. Mitgeliefert wurde auch eine Fernbedienung in Pistolenform, welche mit einer 9V-Block Batterie betrieben wird. Diese Batterie ist auch im Lieferumfang enthalten.

Bevor man jedoch den ersten Ausflug mit dem Mo-Bo 800 anstrebt sollte man vorher den Akku vollständig aufladen. Der Ladevorgang kann drei bis sechs Stunden in Anspruch nehmen, was ausreichend Zeit ist, um zwischenzeitlich die Bedienungsanleitung gründlich zu studieren.

Der erste Eindruck des Mo-Bo MB 800 ist durchweg postiv. Eine Top Verarbeitungsqualität und eine super Optik durch ein durchsichtiges, ausgesprühtes Griptape.

Fahrgefühl

Nachdem das Brett vollständig aufgeladen war, verluden wir es gemeinsam mit einem normalen Skateboard in den KofferraumMo-Bo MB 800 im Kofferraum und machten uns auf den Weg zu unserer ersten Probefahrt. Als geeineter Schauplatz dafür kristallisierte sich der Waldrand herraus. Zum Einen gabs dort asphaltierte Straßen und zum Anderen staubige Waldwege mit Stock und Stein. Perfekt, um zu testen was in diesem Allrounder so steckt.

Die ersten 'Schritte' auf und mit dem Board passierten auf festem Untergrund. Zur Eingewöhnung an die neuen Fahrtbedingungen testen wir zuerst einmal die Beschleunigung und das Bremsverhalten des Brettes.

Die neuen Rahmenbedingungen waren schnell erfasst, was zu einer relativ kurzen Kennenlernphase führte. Anschließend wurde das Brett immer schneller und gekonnter über den Asphalt und den angrenzenden Waldweg gejagt. Auffallend dabei war die panzerähnliche Unantastbarkeit gepaart mit einer leichtgängigen und präzisen Lenkung, welche Schlaglöcher, Äste und Steine auf dem Waldweg schlichtweg ignorierten. Durch diese Kombination entstand selbst bei Höchstgeschwindigkeit, auf dem Waldweg, ein Gefühl der Sicherheit. Die 4 Zoll Mantelreifen agieren wie eine Federung und absobieren jeden Schlag, wodurch das Board nicht aus der Ruhe gebracht wird. Weitere Sicherheit verbreitet die direkte, präzise Lenkung. Dadurch kann man selbst bei hohem Tempo noch ein Ausweichmanöver einleiten ohne einen Gedanken an einen Sturz zu verlieren.

Desweiteren fiel die einfache und intuitive Handhabung der Fernbedienung positiv auf. (siehe 'Kontrolle')

Ist man vom normalen Skateboard fahren nur ein leises klappern der Rollen auf dem Asphalt gewohnt, mag das Mo-Bo 800 im ersten Moment etwas laut erscheinen. Doch man gewöhnt sich genau so schnell an das Motorgeräusch wie man sich an die Fahrtechnik des Brettes gewöhnt. Betrachtet man die Lautstärke als Ausenstehender muss man eingestehn, dass das Elektroskateboard um einiges leiser ist, als ein normales Skateboard. So hört man das Elektroskateboard erst, wenn es in unmittelbarer nähe ist, wohingegen man das normale Skateboard schon auf eine größere Distanz akustisch wahrnehmen kann.

Kontrolle

Ein großes Thema bei Elektroskateboards ist natürlich die Sicherheit, deshalb haben wir uns in dieser Rubrik mit der Kontrolle über das Brett befasst.

Die Abmessungen und die robuste Verarbeitung des Mo-Bo 800 verbreitet ansich schon eine besondere Art von Sicherheit. Dadurch entsteht eine gewisse Wohlfühlatmosphäre sobald man auf das Board steigt. Auf der Oberfläche des Decks ist eine Griptape ähnliche Beschichtung aufgesprüht, welche für einen rutschfesten Stand sorgt. Dies ist deshalb Vorteilhaft weil man das Brett mit Hilfe von Gewichtsverlagerung steuert. Durch die leichtegänige Lenkung reicht es, wenn man bei seinem hinteren Fuß, welcher optimaler weise über der hinteren Achse steht, entweder die Zehen oder die Ferse belastet. Daraus resultiert wiederum ein ruhiger und fester Stand. Somit kann man mit etwas Übung sein Brett optimal kontrollieren.

Die Handhabung der Fernbedienung ist ähnlich simpel wie die des Brettes. Man zieht den Abzug der kleinen Plastikpistole nach hinten und das Board beschleunigt. Lässt man den Abzug los, gleitet selbiger zurück in die Nullstellung und der Beschleunigungsvorgang wird unterbrochen. Zum Bremsen wird der Abzug einfach nach vorne geschoben. Je nachdem wie stark man den Abzug nach vorne drückt, desto stärker verzögert das Brett, aber dennoch nicht abrupt.

Hindernisse auf der Fahrbahn, stellen für das MB 800 keinerlei Probleme da. Gullideckel, Bürgersteig oder Schlagloch sind Fremdwörter über die man sich keine Gedanken machen braucht. Dennoch sollte jeder der ein Elektro-Skateboard fährt, mit ausreichend Protektoren bestückt sein. Denn die Endgeschwindigkeit von über 30 km/h ist nicht zu unterschätzen.

Flexibilität

Da das ATB von Mo-Bo nicht gerade im Taschenbuchformat daherkommt, stellt sich an dieser Stelle die Frage, wie flexibel man mit dem Mobo MB 800 ist.

Aufgrund der stattlichen Größe des MB 800 - 118cm (l) x 52cm (b) x 24cm (h) Mo-Bo MB 800 - und einem Gewicht von rund 30 Kilogramm, ist man in der freien Bewegung mit dem Brett doch etwas eingeschränk. So bekommt man sein Brett weder in dem Boardcatcher seines Rucksackes, noch trägt man es gerne und lange von A nach B. Eine Möglichkeit sein Board mit sich zu führen wäre da der Kofferraum eines Autos. Wer sich dennnoch dazu entschließen sollte sein Brett unterm Arm tragen zu wollen, dem sei gesagt: Immer schön aus den Knien und nicht aus dem Rücken heben!

Mit dem pushen verhällt es sich ähnlich wie mit dem tragen, es ist möglich, aber dazu wird ein gewisser Kraftaufwand benötigt, denn das Mo-Bo hat keinen Leerlauf.
Liebhaber eines Rückwärsganges müssen wir an dieser Stelle leider auch enttäuschen, das Kraftpaket von Mo-Bo fährt nur in eine Richtung: Vorwärts!

Tricks

540 Double Kickflips oder Fakie Varial Heelflips wie man sie eventuell vom normalen Skateboard kennt, werden mit diesem Brett nur ein Traum bleiben. Denn auch hier spielen wieder die Dimensionen des Brettes eine wichtige Rolle. So ist das Brett auf der einen Seite zu schwer um einen vernünftigen Ollie zu machen, auf dem ein Großteil aller Tricks basiert, auf der Anderen dürfte das Brett zu lang und zu breit sein um es in eine angemessene Rotation zu versetzen.
Falls uns jemand vom Gegenteil überzeugen will, darf er dies gerne versuchen.

Was möglich ist, sind Powerslides, Wheelslides und 1a Donuts. Riesiegen Spass könnte man auch auf Offroad-Tracks, BMX-Bahnen und Mountenbike-Strecken haben, denn Jumphills dürften keinerlei Probleme für das Brett darstellen.

Beschleunigung

Der obligatorische Zeittest. Bei uns auf 100 Meter. Getestet wurde auf einer asphaltierten Teststrecke.Teststrecke Hiermit haben wir einen optimalen Vergleichswert für alle Bretter. Gleiche Strecke, gleiche Bedingungen.

100 Meter in: 17.3 Sekunden Mo-Bo 100m Zeittest

Auf den ersten Blick sieht die Zeit in der die 100 Meter absolviert wurden nur nach Mittelmaß aus. Bedenkt man aber das es sich hierbei um ein Alltrackboard handelt, sieht das alles schon ganz anders aus. Gäbe es beim Freiluft Sprint eine Unterteilung in Gewichtsklassen wie beim Boxen, dann hätten wir mit dem Mo-Bo 800 den Sprintweltmeister im Schwergewicht vor uns stehn.

Fernsteuerung

Mo-Bo MB 800 Fernbedienung Die Fernbedienung von Mobo ist eine pistolenförmige Funkfernbedienung aus Kunststoff.

Das Prinzip der Fernsteuerung gleicht dem eines RC-Autos. Zum Beschleunigen zieht man den Abzug nach hinten, zum Bremsen drückt man ihn nach Vorne. Lässt man den Abzug los, so bewegt sich selbiger aufgrund einer Federaufhängung zurück in die Nullstellung. Die dosierung von Beschleunigung und Verzögerung gleicht der des Gaspedals beim Auto. Betätigt man das Gaspedal mit Gefühl, wird das Fahrzeug sanft in eine Vorwärtsbewegung versetzt, wird es hart und ruckartig betätigt, erleben wir einen 'Kickstart'.

Dort wo sich bei einem Revolver der Schnellspanner befindet, finden wir den Ein-/Ausschalter für die Fernbedienung. Sobald man die Fernbedienung eingeschaltet hat, ertönt ein kurzes 'beep' um die Betriebsbereitschaft zu signalisieren.

Eine Besonderheit der Fernsteuerung ist die Drosselfunktion der maximalen Endgeschwindigkeit. Hierzu finden wir im Batteriefach unter der 9 Volt Batterie einen kleiner Schalter zur Regulierung. Es gibt drei Stufen, eine für "Angsthasen", eine für "Kinder" und eine für Dich. Es empfiehlt sich jedoch die erste Akkuladung in der langsamsten Stufe zu fahren, die zweite Akkuladung in der zweiten Stufe und erst danach sollte die letzte Stufe in Angriff genommen werden.

Die Fernbedienung hat eine Reichweite von ca. einem Meter. Wird die Verbindung zwischen Board und Fernbedienung unterbrochen, so bremst das Board, sofern es sich in diesem Moment bewegt. Sollte man also mal vom Brett fallen oder die Fernbedienung aus irgendeinem Grund beim Fahren verlieren, fährt das Brett nicht selbstständig weiter.

Während unserer Testphase mit den Brett konnten wir keine Funk-Aussetzer feststellen.

Ausstattung

Vom siebenfach verleimten Deck bis zu den Permanentmagnet-Industriemotoren, die für die nötige Power sorgen, ist alles höchst präzise Verarbeitet. Selbst beim Design wurde auf die klare Linie geachtet. Deshalb erstrahlt das MB 800 in einem eleganten Holzlook.

Der verwendetet Akku ist von der Sorte "SLA (Blei/Säure)". Diese sind etwas schwerer als Li-Ionen Akkus jedoch auch weniger anfällig bei Erschütterungen.

Für die lockere Schraube nach einem Ausflug ins Grüne liefert Mo-Bo direkt einen kompletten Satz Werkzeug mit. Somit entfällt die endlose Suche nach passendem Werkzeug, wenn man mal eine Mutter nachziehen will.

Gewährleistungstechnich gilt die gesetzliche Haftung für Sachmängel, d.h. 24 Monate mit Ausnahme auf Verschleiß- und Elektrik-/Elektronikbauteile. Ansonsten steht euch das Mo-Bo-Team auch gerne per Telefon oder E-Mail zur Verfügung und liefert zu jedem Problem die passende Lösung.

Fazit

Kraft hat einen Namen und zwar MoBo MB 800 All-Terrain! Ob auf der Straße, Wiese oder Waldwegen das MoBo MB 800 marschiert wie ein Geländejeep über alle Bodenverhältnisse hinweg. Egal ob Bordstein, Wurzel oder Schotterpiste mit diesem Offroader fühlt man sich einfach überall zuhause.

Wer also ein Allroundtalent für spassige Offroadausflüge sucht, ist hier genau richtig. Denn wer einmal mit den Mo-Bo über eine Wiese oder über einen Waldweg gebrettert ist wird nichts anderes mehr tun wollen, außer den ganzen Tag auf seinem Brett zu verbringen.