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Zitat

9.2.1 Elektrische Skateboards
An das Konstruktionsprinzip herkömmlicher Skate­boards angelehnt besitzen elektrische Skateboards auch ein Deck, unter dem vorne und hinten jeweils eine sich zum Lenken verschränkende Achse befin­det.

Durch die Elektrifizierung können entweder ein, zwei oder sogar alle vier Räder angetrieben respek­tive verzögert werden. Die Ansteuerung erfolgt ent­weder per Kabel, oder – meist – per Funk über ei­nen Handsender oder ein Smartphone.
Derzeit auf dem Markt befindliche, elektrische Skateboards weisen keine empfohlene verkehrssi­cherheitsrelevante Ausstattung auf.

Es fehlen zu­ lässige lichttechnische Einrichtungen sowie ein Griff oder eine Lenkstange zum Abstützen bei starker Verzögerung.

Redundante Bremsanlagen sind meist nicht vorhanden.

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In der Studie sieht man auch ein Teil des Problems wo der Entwurf her kommt, die Ordnen PLEVs zwischen Fahrrad und Mofa ein.

Ich würde mein Board aber eher zwischen Fussgänger und Fahrrad einordnen, allein schon weil es kleiner, leichter und handlicher ist, ich brauch keinen Stellplatz und kann ÖPNV nutzen, das ist mit Fahrrad das 3x größer und schwerer ist viel schwieriger.

 

Für die großen PLEVs wie Segway mag das anders sein aber diese haben sich nicht umsonst nicht durchgesetzt, sie sind unpraktisch und viel zu überreguliert aber nur weil der Segway blöd ist muss man doch nicht die wirklich kleinen praktischen PLEVs da mitreinziehen.

 

Was Evolve in der Studie angeht, mit dem Gen2 ist die Bremse wirklich nicht super aber das liegt daran, dass es nur single-drive ist und der Motor recht schwach. Mit den neuen Boards kann man stärker bremsen als mit Fahrrad.

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Habe ich das richtig mitbekommen? Sie haben EUCs, Hoverboards und E-Longboards von der Fahrstudie ausgenommen, da sie eine eingeschränkte "Manövrier- und Beherrschbarkeit" aufweisen? Dies konnte man den Probanden, die alle keine Übung hatten, nicht zumuten?

Man hat also im Vorfeld gesagt: Es ist unsicher, dass ungeübte Fahrer ein solches Gerät bedienen, aber man hat nicht es nicht in Erwägung gezogen das Fahrverhalten von geübten Fahrern zu untersuchen? Dies hat dazu geführt, dass man diese Geräte grundsätzlich von den Untersuchungen ausgeschlossen hat? Wer entwickelt diese Studien, die diese 3 Typen im Vorfeld ausschließen, obwohl sie eigentlich genau diese testen müsste, da sie den Löwenanteil aller PLEVs ausmachen?

 

Das ist, als würde ich Leute, die noch nie in ihrem Leben Fahrrad gefahren sind, in einen Testparkour stecken wollen und dann doch das ganze abbrechen mit "wisst ihr was? Fahrrad fahren wirkt mir zu unsicher mit euch, das sollte verboten bleiben!"

Edited by G. M.

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vor 13 Stunden schrieb G. M.:

Habe ich das richtig mitbekommen? Sie haben EUCs, Hoverboards und E-Longboards von der Fahrstudie ausgenommen, da sie eine eingeschränkte "Manövrier- und Beherrschbarkeit" aufweisen? Dies konnte man den Probanden, die alle keine Übung hatten, nicht zumuten?

 

Auf welcher Seite steht das?

 

 

 

Ich hab die Studie noch nicht komplett gelesen, sie ist ja schon sehr umfangreich aber ein paar seltsame Behauptungen sind mir aufgefallen die ich nicht nachvollziehen kann und gerne aufgeklärt hätte.

 

Aus Seite 22 - 23 heißt es die Bremskraft sei zu stark und eine Stange würde helfen 👎

 

Zitat

Eine Besonderheit bei den Versuchen zur maxima­len Verzögerung zeigte sich beim Elektroskateboard Evolve. Die Verzögerung durch den Elektromotor bei einer Vollbremsung verlangsamt das Elektroskate­board, doch die Trägheit des Fahrenden führt unwei­gerlich zu einem Schritt nach vorne vom Skateboard herunter, da kein fester Halt durch einen Lenker bzw. eine Lenkstange oder sonstige Ankopplung des Fah­renden an das Fahrzeug gegeben ist. Bei Verzöge­rungen bis zu 1,0 m/s2 bleibt der Fahrende auf dem Brett. Mit dem Messsystem erfasste maximale Ver­zögerungen von 3,3 m/s2 wurden ausschließlich mit abgeworfenem Fahrenden durch einen Schritt vom Brett herunter in den Stillstand erreicht.
Bei der Bewertung der Skateboardbremse wurde nur die Betriebsbremse des Fahrzeugs evaluiert und nicht evtl. mögliche hochdynamische Verzöge­rungsmanöver des Fahrers. Sliden bzw. Driften wä­ren auch keine sicheren Standardmanöver im Stra­ßenverkehr.
Ein am Skateboard angebrachter Lenker bzw. eine Lenkstange würde das Abwerfen des Fahrenden bei einer Vollverzögerung durch die Bremsfunktion des Elektroantriebes verhindern helfen, da ein Abstützen möglich wäre und somit die Kontrolle über das Fahr­zeug erhalten bliebe. Mit dem so modifizierten Test­fahrzeug waren maximale Verzögerungen von 1,4 m/s2 möglich, begrenzt durch das maximale Bremsmo­ment des Motors in Kombination mit einer einzigen gebremsten Rolle mit kleinem Durchmesser (8 cm).

 

Ich kann das nicht nachvollziehen.

Wenn derTestfahrer nicht in der Lage ist von alleine auf die Idee zu kommen das Körpergewicht so zu verlagern das man mit voller Bremskraft auf dem Board bleibt, was ja wirklich nicht schwer ist, dann sollte vielleicht vorher eine Einweisung erfolgen. Oder vielleicht einfach mal Kinder probieren lassen, die haben das immer sehr schnell drauf.

Elektro-Skateboards sind mit der Motorbremse sicher. Powerslides als Bremsmanöver braucht man nur bei Skateboards ohne Bremse.

Eine Stange würde helfen sich festzukrallen??? 😄

Auf einem Fahrrad haut es Einen, der das erste Mal damit fährt, auch vorne über wenn er mit den Bremsen am Lenker eine Vollbremsung versucht. Besonders wenn er zu stark mit der Vorderradbremse bremst.

Ich bin doch etwas verwundert über diese laienhafte These. Ein Fahrer mit nur etwas Fahrpraxis hätte Ergebnisse geliefert.

 

Genau so die Behauptung auf Seite 24:

Zitat

An einem Skateboard können ebenfalls Schwin­gungen im Lenksystem auftreten (beispielsweise so genannte „speed wobbels“). Solche Tendenzen zum Aufschwingen am Skateboard bei hohen Ge­schwindigkeiten können durch eine Lenkstange oder einen Lenker reduziert werden.

 

Eine Lenkstange macht bei Fahrzeugen die per Gewichtsverlagerung gelenkt werden keinen Sinn.

Wenn dem so wäre hätten Skateboards, Longboards, Surfboards, Snowboards, eine Lenkstange.

Ich bezweifle das bASt hat das tatsächlich ausprobiert und eine Stange an das evolve geschraubt.

Wir haben da schon praktische Erfahrung und würden nie zu einer Stange raten um Speed wobbling zum verringern oder um sich beim Bremsen daran festhalten zu können.

Zum Spass haben kann so eine Stange allerdings "mal" ganz witzig sein.

https://www.elektro-skateboard.de/videos/view-358-eskates-elektro-skateboards-sportsnow-hannover-2013

https://www.elektro-skateboard.de/videos/view-168-eskates-sportnow-hannover-e-skateboard/

https://www.elektro-skateboard.de/videos/view-291-hütchentesttreffen-bei-mrconstruct3-2011/

https://www.elektro-skateboard.de/videos/view-97-kleiner-waldritt-mit-kai-elektroskateboardde/

 

 

PS:

Erfreulich ist, da die Verzögerung des alten bamboo Gen2 (wann war da nochmal aktuell, vor wieviel Jahren??) damals schon mit 3,3 m/s2 gemessen wurde dann reicht die Bremskraft mit den heutigen Doppelmotor Boards allemal, wenn die Anforderung von 3,5 m/saus dem aktuellen eKFV-Entwurf so bestehen bleibt.

 

Zitat

 

§4 Anforderungen an die Verzögerungseinrichtung
...
3. mindestens einen Verzögerungswert von 3,5 m/s2 erreichen

...

 

 

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4.1, Seite 21. Fahrdynamische Untersuchungen: 

 

"Aufgrund der eingeschränkten Manövrier- und Be­herrschbarkeit des Elektroskateboards Evolve und des Einrades SBUV3 wurden diese beiden Fahrzeu­ge nicht in allen fahrdynamischen Untersuchungen getestet. Manöver wie abruptes Bremsen, Fahrten über unebenen Belag und enge Kurvenradien wurden (auch aus Sicherheitsaspekten) nur sehr begrenzt durchgeführt. Eine entsprechende Bewertung wird daher im Folgenden nicht vorgenommen."

 

Das heißt die eigentlich wichtigsten Geräte wurden nur wenig beim Handling getestet, was in Bezug auf das eigentliche Thema der Studie wohl das Wichtigste ist.

 

Später schreiben sie zur Methode (6.2.1. Seite 46):

An dem Versuch nahmen insgesamt 30 Probanden teil, von denen 12 weiblich und 18 männlich waren und deren Alter zwischen 18 und 59 Jahren variier­te. Dabei betrug das Durchschnittsalter 41 Jahre (SE = 2). Alle Probanden waren Mitarbeiter der BASt und hatten größtenteils keine Vorerfahrung bei der Nutzung und Bedienung der Versuchsfahr­zeuge.

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Seh ich auch so ähnlich, so richtig ernst nehmen kann man diese Tests in der Studie nicht.

Jemand der noch nie auf einem Fahrrad saß hätte genauso Probleme das Ding zu handeln, das sieht man gut bei Kindergartenkindern wenn die das gerade lernen und rumeiern und fast umkippen, deswegen werden aber keine Fahrräder verboten.

 

Entweder man vergleicht geübt mit geübt oder ungeübt mit ungeübt wobei Letzteres wenig Sinn macht. Es gibt Leute, die fahren ihre Borad sicher bei 40-50 km/h ohne Wobbles, das kann nicht Jeder aber Fahren und Bremsen bei 20-25 km/h kann Jeder relativ schnell erlernen, das haben die in der Studie überhaupt nicht richtig getestet hab ich den Eindruck.
Wer ein Auto, Mofa, Fahhrrad oder PLEV nicht beherscht nimmt auch jetzt schon nicht am Verkehr teil selbst wenn er die rechtlichen Vorrausetzungen dazu hätte.

Edited by Falke

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vor 8 Stunden schrieb G. M.:

Später schreiben sie zur Methode (6.2.1. Seite 46):

An dem Versuch nahmen insgesamt 30 Probanden teil, von denen 12 weiblich und 18 männlich waren und deren Alter zwischen 18 und 59 Jahren variier­te. Dabei betrug das Durchschnittsalter 41 Jahre (SE = 2). Alle Probanden waren Mitarbeiter der BASt und hatten größtenteils keine Vorerfahrung bei der Nutzung und Bedienung der Versuchsfahr­zeuge.

 

 

Gut das dies dokumentiert ist!

Also ist die Studie genau so viel Wert wie eine über E-Bikes mit Probanden die noch nie auf einem Fahrrad gesessen waren.

Ist klar das den E-Bikes am Ende Stützrädern als technische Anforderung vorgeschrieben werden 🤣

Ich hoffe das ist den Leuten beim BMVI auch schon aufgefallen. Sonst wäre da die nächste Hoffnung das die Opposition darauf hinweist.

 

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      Aber was ist mit Elektrofahrzeugen deren Höchstgeschwindigkeit unter 12km/h liegt? Die sind laut definition dann weiterhin illegal. Genauso wie welche die schneller als 20km/h fahren.
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