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Sehr schön ausgearbeitet und toll dargestellt, RESPEKT Mats!

Ich finde es auch gut darauf hinzuweisen, dass leistungsstarke Bords mehr Sicherheit bedeuten anstatt weniger. Du hast es zwar bisschen sehr ausführlich hergeleitet, aber man muss den Entscheider klar machen, je stärker der Motor, desto besser kann man damit auch bremsen... ich denke das ist nicht jedem klar. Und 500 W sind einfach zu wenig um eine anständige Verzögerung bei einer Bergabfahrt zu gewährleisteten. 

Auch den Punkten mit der Bergauffahrt kann ich nur zu stimmen... wenn die Boards zu schwach sind um mit anständigen Geschwindigkeiten (20-30 km/h) einen Berg in der Stadt hochzufahren, dann wird das Fahren auf der Straße nicht unbedingt leichter und sicherer... eher im Gegenteil. Weil Autos die hinter einem E-Skater fahren dann zu stark abbremsen müssen, die Autofahrer sind genervt und  machen schließlich gefährliche und unnötige Überholmanöver. Warum sollte man durch eine Leistungsbegrenzung einen flüssigen Verkehrsfluss verhindern?... macht in meinen Augen keinen Sinn!

 

Auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen für einzelne Fahrzeugklassen festzulegen finde ich ziemlichen Schwachsinn. Das gab es doch bisher in der StVO auch nicht (abgesehen von gedrosselten Motorrädern von unter 18-jährigen). Man sollte ein allgemeine Höchstgeschwindigkeit  auf Radwegen von von  25 oder 30  km/h festlegen und dann kann der Verkehrsfluss schön rollen egal mit welchen Gerät ich da unterwegs bin. Und wenn irgendwo 50 oder mehr erlaubt ist, dann soll ich das auch machen können, wenn ich mir und meinem Gerät das zutraue. 

Nur mal zum Vergleich, wenn ich mit einem normalen Fahrrad einen langen Berg auf einer Landstraße herunterfahre, bremse ich ab wenn es mir zu schnell wird und brettere da nicht mit 100 km/h runter (obwohl man es dürfte). Warum spricht man Fahrern von eKF die Fähigkeit ab Geschwindigkeiten gut und angemessen Einschätzen zu können? 

 

Also ich kann dieses Plädoyer nur unterstützen. Wir brauchen leistungsstarke eKF!

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habs mal quergelesen. da hast du dir richtig mühe gemacht.

 

allerdings bist du sportlich unterwegs. bei 30 vom board springen :) .  Und bergauf noch schneller. Der gute Bolt schafft 37 Stundenkilometer in der Spitze. Der Weltrekord bei den Frauen liegt so bei 34 kmh.  Ich sag mal der Durchschnittsdeutsche wird aus dem Stand in der von dir geschilderten Situation etwa 12-15 Kilometer, max 20 Kilometer pro Stunde schaffen. Vorausgesetzt er kommt top auf und packt sich nicht schon 2 metern auf die Fratz 😉

 

Kinder mit 25 von einem fahrenden Skateboard abspringen lassen ... nee nicht wirklich. Also ich schätze mich realistisch mit etwa 20 Sachen ein. Dann bin ich aber gut zu Fuß und danach kann ich erstmal in die Apotheke humpeln, weil alle Muskeln durch sind :))) 

Wir reden vom Vollsprint in einer Gefahrensituation nach Sprung von einem fahrbaren Vehikel.

 

Aber 50 Sachen auf dem Elektroskateboard alltäglich und sicher.... Es mag Leute geben die das können. Aber da reden wir dann nicht mehr von Kontrolle sondern von Überlebenschance. Teile die Angaben durch zwei, dann wird ein Schuh draus und sicherlich ist deine Studie dann sinnvoller als die des BAST. Aber berechnen darfst du sie nicht. 

 

 

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Am 26.3.2019 um 10:02 schrieb Ministryofstoke:

habs mal quergelesen. da hast du dir richtig mühe gemacht.

 

allerdings bist du sportlich unterwegs. bei 30 vom board springen :) .  Und bergauf noch schneller. Der gute Bolt schafft 37 Stundenkilometer in der Spitze. Der Weltrekord bei den Frauen liegt so bei 34 kmh.  Ich sag mal der Durchschnittsdeutsche wird aus dem Stand in der von dir geschilderten Situation etwa 12-15 Kilometer, max 20 Kilometer pro Stunde schaffen. Vorausgesetzt er kommt top auf und packt sich nicht schon 2 metern auf die Fratz 😉

 

Kinder mit 25 von einem fahrenden Skateboard abspringen lassen ... nee nicht wirklich. Also ich schätze mich realistisch mit etwa 20 Sachen ein. Dann bin ich aber gut zu Fuß und danach kann ich erstmal in die Apotheke humpeln, weil alle Muskeln durch sind :))) 

Wir reden vom Vollsprint in einer Gefahrensituation nach Sprung von einem fahrbaren Vehikel.

 

Aber 50 Sachen auf dem Elektroskateboard alltäglich und sicher.... Es mag Leute geben die das können. Aber da reden wir dann nicht mehr von Kontrolle sondern von Überlebenschance. Teile die Angaben durch zwei, dann wird ein Schuh draus und sicherlich ist deine Studie dann sinnvoller als die des BAST. Aber berechnen darfst du sie nicht. 

 

 

 

Hi, danke für die Rückmeldung.

 

Ich glaube du hast bei Bolt seine Durchschnittsgeschwindigkeit recherchiert. In der trainingswissenschaftlichen Literatur werden Bolts Werte immer wieder diskutiert. In Berlin lief er ohne Overspeed-Bedingungen schneller als 44 km/h. Bei Overspeed-Training würde seine Laufgeschwindigkeit bei etwa 50 km/h liegen, oder etwas darunter. 

 

Die Werte die ich im Plädoyer genannt habe, sind aus der wissenschaftlichen Literatur entnommen, einige Werte habe ich selbst erhoben, die sind schon korrekt.
Schnelle Ausdauerläufer laufen im Schnitt im Bereich von ca. 15 km/h, Spitzenläufer laufen einen Marathon um die 20 km/h.

 

Im Plädoyer gehe ich aber auf die maximale Laufgeschwindigkeit ein, die ist ja für das Abspringen entscheidend. Sehr schnelle 15 Jährige schaffen 34 km/h im Durchschnitt auf 100 m. Schau dir mal die Tabellen der Bundesjugendspiele für LA an. Mich hat meine maximale Absprunggeschwindigkeit interessiert und ich habe mich nach und nach "rangetastet". Sie liegt bei 32 km/h und ich bin auch nicht mehr der Jüngste.

 

Ich empfehle niemandem 50 km/h mit dem E-Board zu fahren wenn er sein Board bei diesen Geschwindigkeiten nicht beherrschen kann, das wird wohl auch ein Ungeübter nicht vorhaben.

Schnelles sicheres Fahren ist aber möglich. Denn die Geradeausfahrten sind ja nicht das Problem, wenn dann die Kontrolle in Kurvenfahrten oder beim Bremsen. Bei mir um die "Ecke" gibt es einen Rollsportverein, dort Rasen die jugendlichen Speed-Skater mit 40 km/h bis teils 50 km/h um die Kurven ganz ohne Gefälle nur mit Muskelkraft. Wie im Plädoyer formuliert, dazu benötigt man Fähigkeiten und die muss man lernen und trainieren.

 

 

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Du bist gerne eingeladen, mir zu zeigen, wie du bei 30 Sachen abspringst. Also ich bin eben mal mit 20 gefahren und dachte so... "versuchst du es"... dann so... "eher nicht" 

 

Ich darf mich kurz vorstellen. Ich bin Redakteur des Stokedmagazins/40inch (online/Print) und Autor von "The lost history of Longboarding" . Seit 2009 testen und bewerten wir Boards, elektrisch oder auch die guten alten Longboards. Deshalb maße ich mir an, hier mal konkret zu antworten.

 

Du kannst Bolt nicht mit einem durchschnittlichen Läufer vergleichen. Wir reden hier von Theorie und Praxis. Mein Sprintvermögen ist aufgrund meines Alters auf etwa 25 Stundenkilometer beschränkt. Vielleicht komme ich auf 28-30 Stundenkilometer. Und ich darf mich als relativ sportlich bezeichnen, das kommt auf die Größe des verfolgenden Rottweilers an. Ganz sicher werde ich dies aber nur nach ausreichend Dehnübungen versuchen. Otto Normal dürfte die gleichen Werte haben.

 

"Vermutlich ist aber auch ein sehr langsamer Läufer kein Freund von schnellen Skateboards und wird das Fahren auf  „Speed-Skateboards“ eher anderen überlassen."

Ernsthaft? Halte ich für eine pauschale Annahme. Sehr pauschal. Die Zielgruppe und die größte Käuferschicht bewegt sich aufgrund der hohen Preise jenseits der 30 und dürfte den Peak in den 40ern erreichen.  Kenne aktuell niemanden,  dem ich über 40 einen solchen Lauf zutraue. Außer ihm hier haha

 

Diese Themen wurden schon vor Jahren im Bereich Downhillskateboarding besprochen. Sobald du im theoretischen Bereich des Speedwobbles bist (der etwa bei 20-22 Stundenkilometer beginnt) ist ein Abspringen schwierig möglich ohne sich nach 3-4 Schritten zu verabschieden. Das werden dir etliche Leute aus der Praxis gerne bestätigen.

Der Grund ist nicht in der Geschwindigkeit zu sehen, sondern in der trägen Masse. Denn statt zu laufen, wirst dein Körpergewicht dich Bremsen. Und zwar pronto. Die Frage ist also nicht wie schnell kann ich laufen, sondern wie schnell kann ich bremsen und dabei Laufen. Ob nun der Oberschenkelstrecker reißt oder nicht - das Board wird bei einer Geschwindigkeit von 30 Sachen noch etliche Meter unkontrolliert weiter fahren.

 

Es sind eine Menge theoretische Dinge aufgelistet, die mich an die BAST Studie erinnern. Gut gemeint und ohne bad vibes rate ich, den Teil mit den Laufgeschwindigkeiten zu überdenken.

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Also nach meiner Erfahrung ist das wesentliche Problem beim Ablaufen, dass man auf einem Skateboard quer steht. Das sich ergebende Drehmoment beim Auslaufen muss man abbauen. Daher kann ich nur bis ca 18km/h vom Board absteigen und Auslaufen, darüber gibt es Bodenkontakt. Durch das Drehmoment gerät man dabei leicht in Rücklage. Schwierig. Vom Monowheel kann ich bis ca 23km/h noch Ablaufen, weil mehr geradeaus Stellung. Auch darüber noch kontrolliert Abrollen.

Das kann aber eh nicht das Argument sein. Relevant wären hier eher empirische Daten aus anderen Ländern. In USA gibt es viele E-Boarder die auch im Verkehr fahren. Wird aber bisher wohl noch nicht Unfalltechnisch erfasst.

Evtl könnten wir als Community dazu was beitragen. Also Dynamiktest, Bremstest, Ausweichtest und dergleichen und damit die Fahrsicherheit dokumentieren.


 

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vor 4 Stunden schrieb Ministryofstoke:

Du bist gerne eingeladen, mir zu zeigen, wie du bei 30 Sachen abspringst. Also ich bin eben mal mit 20 gefahren und dachte so... "versuchst du es"... dann so... "eher nicht" 

 

Ich darf mich kurz vorstellen. Ich bin Redakteur des Stokedmagazins/40inch (online/Print) und Autor von "The lost history of Longboarding" . Seit 2009 testen und bewerten wir Boards, elektrisch oder auch die guten alten Longboards. Deshalb maße ich mir an, hier mal konkret zu antworten.

 

Du kannst Bolt nicht mit einem durchschnittlichen Läufer vergleichen. Wir reden hier von Theorie und Praxis. Mein Sprintvermögen ist aufgrund meines Alters auf etwa 25 Stundenkilometer beschränkt. Vielleicht komme ich auf 28-30 Stundenkilometer. Und ich darf mich als relativ sportlich bezeichnen, das kommt auf die Größe des verfolgenden Rottweilers an. Ganz sicher werde ich dies aber nur nach ausreichend Dehnübungen versuchen. Otto Normal dürfte die gleichen Werte haben.

 

"Vermutlich ist aber auch ein sehr langsamer Läufer kein Freund von schnellen Skateboards und wird das Fahren auf  „Speed-Skateboards“ eher anderen überlassen."

Ernsthaft? Halte ich für eine pauschale Annahme. Sehr pauschal. Die Zielgruppe und die größte Käuferschicht bewegt sich aufgrund der hohen Preise jenseits der 30 und dürfte den Peak in den 40ern erreichen.  Kenne aktuell niemanden,  dem ich über 40 einen solchen Lauf zutraue. Außer ihm hier haha

 

Diese Themen wurden schon vor Jahren im Bereich Downhillskateboarding besprochen. Sobald du im theoretischen Bereich des Speedwobbles bist (der etwa bei 20-22 Stundenkilometer beginnt) ist ein Abspringen schwierig möglich ohne sich nach 3-4 Schritten zu verabschieden. Das werden dir etliche Leute aus der Praxis gerne bestätigen.

Der Grund ist nicht in der Geschwindigkeit zu sehen, sondern in der trägen Masse. Denn statt zu laufen, wirst dein Körpergewicht dich Bremsen. Und zwar pronto. Die Frage ist also nicht wie schnell kann ich laufen, sondern wie schnell kann ich bremsen und dabei Laufen. Ob nun der Oberschenkelstrecker reißt oder nicht - das Board wird bei einer Geschwindigkeit von 30 Sachen noch etliche Meter unkontrolliert weiter fahren.

 

Es sind eine Menge theoretische Dinge aufgelistet, die mich an die BAST Studie erinnern. Gut gemeint und ohne bad vibes rate ich, den Teil mit den Laufgeschwindigkeiten zu überdenken.

 

Hi Ministryofstoke, ich weiß wer du bist. Du hast dich hier im Forum schon mal vorgestellt. Hab mir auch schon mal überlegt dein Buch zu kaufen. 

Wenn du mal im Süden bist, im Großraum Stuttgart, dann können wir uns gerne mal treffen. Dann kann ich dir gerne zeigen, wie man so einen "Notablaufen" oder "Abspringen" trainieren kann. Dann benötigst du auch keine Rottweiler und keine Dehnübungen, Aufwärmen wäre aber praktisch.

 

Das Schöne an der Sportwissenschaft ist, dass es eine Angewandte Wissenschaft ist. Die "Theorie" verschwindet aus den Lehrbüchern, wenn sie kein Abbild in der "Praxis" findet und die "Sportpraxis" befeuert die Theorie. 

Für das schnelle Abspringen sind die maximale Kontraktionsgeschwindigkeit der Muskulatur, die Schrittlänge und die Koordinativen Fähigkeiten entscheidend. Das hat zunächst nichts mit Sportlichkeit zu tun. Die ersten beiden Faktoren sind weitgehend genetisch determiniert. Wie cealus kommentiert, kommt es auch auf die Standposition auf dem Board an. 

 

Im Plädoyer gibt es keinen Vergleich mit Usain Bolt. Der Maßstab im Plädoyer orientiert sich an "guten" Sprintwerten von Teenager und junger Erwachsener, müsste aber dort auch irgendwo stehen. Ich plädiere dafür, "Notsituationen" zu trainieren. Daher ist es ratsam, seine PERSÖNLICHE Absprunggeschwindigkeit zu kennen und das Abspringen im Vorfeld zu trainieren. Dazu gehört auch das Abstoppen des Boards, dann rollt es auch nicht weiter, denn die Bremswirkung ist ohne das Gewicht des Fahrers groß.

Gute Sprinter schaffen nun mal maximale Geschwindigkeiten von die 30 km/h sehr gute sind schneller. Daher sind Absprunggeschwindigkeiten BIS zu 30 km/h für gute Sprinter realistisch.  

 

Der Kerl in deinem Video hat keine Motorbremse. Er sollte Bremsen bevor Speedwobbles auftreten. Ich vertrete ja genau die Meinung, dass gerade beim Bergabfahren E-Skateboards sicherer sind, denn sie lassen sich ja einfach verzögern. Ein zentraler Inhalt des Plädoyers ist das sichere Bergabfahren mit Reserven bei der Bremsleistung. Beim Bergaufahren müsste dein "Videoboarder" bei Speeswobbles ja nur vom "Gas" gehen. Ich bin als Kind in einer "Downhill" Region aufgewachsen und lebe auch jetzt in einer "Donwhill" Region. Meine ersten Speedwobbles habe ich als Kind beim Dreirad erlebt, klar und mich hat es dann auch gleich langgelegt. Auch hier gilt, frühe Erfahrungen schulen Fertigkeiten und verändern das Verhalten.

 

Mir ist die potentielle Käuferschicht von eKF bekannt. Die Motivation, ein schnelles-Skateboard zu fahren oder ein langsames hat zunächst nichts mit dem Alter zu tun. Dahinter stecken ja unterschiedliche Motivationen. Gründe sind sicherlich auch die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten und die Bereitschaft Fertigkeiten sich anzueignen. Das ist doch keine pauschale Annahme!? 

 

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vor 4 Stunden schrieb caelus:


"Relevant wären hier eher empirische Daten aus anderen Ländern. In USA gibt es viele E-Boarder die auch im Verkehr fahren. Wird aber bisher wohl noch nicht Unfalltechnisch erfasst."

"Evtl könnten wir als Community dazu was beitragen. Also Dynamiktest, Bremstest, Ausweichtest und dergleichen und damit die Fahrsicherheit dokumentieren."
 

 

Ich teile deine Meinung.
Ein paar Tests habe ich schon mit meinem Board durchgeführt. Aber eher um meine eigenen Grenzen kennen zu lernen und in Notsituationen adäquat zu reagieren.

 

- In einer dreigliedrigen Halle (hatte leider keine längere zur Verfügung) bin ich bis zu einer bestimmten Markierung gefahren und habe dann den Bremsweg ermittelt und die Fahrgeschwindigkeit festgehalten. Das Ganze mit und ohne Abspringen. Was zu erwarten war, je früher ich abspringe desto kürzer war der Bremsweg. (Manchmal wünsche ich mir mehr Bremskraft. Daher ist auch die Zulassung leistungsstarker Motoren ratsam bzw. sollte eher eine Leistungsuntergrenze als eine Obergrenze festgelegt werden.)
 
- Bei einem weiteren Test versuchte ich Hindernissen (Hütchen) auszuweichen, auch mit und ohne Abzuspringen. Wie zu erwarten war konnte ich beim Laufen besser ausweichen und das Board sofort stoppen. 

- In der Sporthalle teste ich "Fallübungen" bzw. "Sturzübungen" wie sie beim Snowboardfahren Lernen üblich sind, ähnlich den Übungen des DSV-Lehrplans. Bei diesen Übungen habe ich noch keine abschließende Meinung.

- Auf der Ebene im Freien habe ich Koordinationsübungen ausprobiert und mir überlegt, wie man die "Absprungkoordination" für Notsituationen gut trainieren kann.

- Bei einem weiteren Test habe ich ausprobiert, wie sich die Steigung der Strecke auf das Abspringen auswirkt bzw. "anfühlt". Habe aber nur unterschiedliche Steigungen in meiner Nähe gewählt. Hier bin ich nicht systematisch vorgegangen. Ich habe festgestellt, dass die Grenze bei einer Steigung von ca.16 bis 17 % bei ca. 30 km/h liegen kann. Absprungtests auf der Ebene sind in einer Halle sicherer durchzuführen, da nach einem Sturz, ähnlich wie beim Hechtbagger, weiter gerutscht werden kann.

- Bei weiteren Tests suchte ich "Alltagsstrecken" mit unterschiedlichem Gefälle (die sind bei mir direkt vor der Haustüre) und habe Strecken ermittelt nach denen ich ca. 15 km/h, 20 km/h und 25 km/h usw. OHNE Motorunterstützung, also im Freilauf erreichte ("Profil 1: Exemplarische Alltagsstrecke zur nächsten „Bäckerei“ im Mittleren Neckarraum." Im Anhang des Plädoyer zu finden) erreichte ich ca. 40 km/h. Da mein Board nur bis ca. 50 km/h bremst, stoppte ich bei ca. 40 km/h den "Testlauf".

-  Auf einem gewässerten Kunstrasen versuchte ich die Reaktion meines E-Skateboards bei der Verlagerung des KSPs zu erfahren. Mir war es wichtig zu wissen, wie mein Board bei nassem Belag auf Gewichtsverlagerungen reagiert. 

 

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Hallo Mats,

echt mal interessant so ein paar Daten und Fakten von Tests zu hören und toll dass du dir die Mühe dafür gemacht hast.
Jedoch bist du bei deinen Tests ja darauf vorbereitet. Ich glaube je nach Gefahrensituation ist die Reaktion nochmal ganz anders.
Wenn ich auf eine Auto zufahre welches mir die Vorfahrt nimmt würde ich denke ich intuitiv mit den Händen nach vorne gehen und mit der Bremse am Board versuchen zu stoppen.

Jedoch wenn ich einen Berg herunterfahre und mir ein Kind vors Brett läuft (was mir letztens passierte) springe ich eher vom Brett ab in den Graben ohne vorher zu Bremsen.

Desweiteren muss man berücksichtigen dass nicht jeder Boarder gleich ist. Ich habe Freunde welche unter anderem 120 Kg wiegen und kleiner sind als z.B ich. Mein Kampfkollosfreund mit 120kg hat es daher denke ich etwas schwerer mit seiner Schwungmasse auszulaufen.
Um wirklich fix zu sagen dass man beispielsweise bei 25kmh und gerader normaler Strecke abspringen und auslaufen kann müsste man meiner Meinung nach sehr sehr oft den Ablauf üben um dies auch in einer Gefahrensituation unterbewusst anzuwenden sowie die Tests auch mit verschiedenen Testpersonen durchführen.

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Wohnhaft in zwischen Karlsruhe und Kaiserslautern. Dort sind scheinbar momentan "nur" 16°.

Bin geschäftlich heute in der Nähe von Freiburg und die Temperaturanzeige zeigt genüssliche 21°.

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Moin,

 

ich kann vieles von dem nachvollziehen, was Ihr schreibt, auch wenn Ihr individuell auf sehr unterschiedliche Ergebnisse kommen mögt, die sich scheinbar widersprechen.  

 

Ich glaube nicht, dass es jemals eine für jedes Individuum passende Geschwindigkeit geben wird, denn auf dem konventionellen oder elektrischen Skateboard hat einfach jeder seine eigene Wohlfühl-Geschwindigkeit - und ich meine, dass da bereits gemachte Erfahrungen (positive wie negative) massgeblich sind. Es macht eindeutig Sinn, sich vorsichtig an die Grenzen heranzutasten und z.b. einen Notabstieg zu trainieren, in möglichst kontrollierter und sicherer Umgebung, um so einen kompletten Kontrollverlust wie z.b. beim gezeigten 'Speed Wobble' zu vermeiden.

 

Wenn dann der Körper (oder besser: der Bauch) genau weiß, welche Geschwindigkeit in DIESER konkreten Situation (Verkehrssituation, Straßenbelag, Gefälle, eigener Fitnessgrad etcpepe...) angemessen ist, dann reagiert er im Ernstfall schon instinktiv korrekt, bevor das Gehirn überhaupt Gelegenheit hatte, etwas zum Thema beizusteuern. In vielen Fällen heißt das: Geschwindigkeit runter, BEVOR die Situation überhaupt brenzlig wird.

 

Wenn schon bei so einem abstrakten Gefährt wie einem Auto Fahrsicherheitstrainings Sinn machen, dann machen sie bei eSkateboards und anderen EKF erst Recht Sinn. Und langfristig sollten wir versuchen, solche Sicherheitstrainings anzubieten, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gegenüber offiziellen Bedenkenträgern sollte man auch immer wieder betonen, dass der Motor dem Fahrer erlaubt, die Geschwindigkeit stufenlos der jeweiligen Situation anzupassen. Und das erhöht die Sicherheit enorm. Die Vollbremsung als letztes Mittel ist meistens nur dann nötig, wenn vorher schon einiges schiefgelaufen ist.

 

Nordlicht

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