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  1. 1 point
    Normalerweise sitzt man Anfang Dezember zuhause, plant die besinnlichen Tage zur Weihnachtszeit und überlegt sich, mit welchen tollen Geschenken man seine Liebsten am Heiligabend beschenken könnte. Vielleicht dieses Jahr nun doch ein Elektrokleinstfahrzeug? Oder wie der Europäer sagen würde: „a Personal Light Electric Vehicle“. Aber was ist in diesen Zeiten noch normal? EU Norm 17128 Historie Bevor ich zum eigentlichen Punkt komme, möchte ich kurz ins Jahr 2018 zurückgehen, als der erste Entwurf der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung zusammen mit der BAST-Studie im Sommer vorgestellt wurde. Damals hatte man von Seiten des Verkehrsministeriums noch den groben Plan, die eKFV auf Basis der prEN 17128:20xx aufzubauen. An dieser EU-Norm wurde seit Februar 2017 gearbeitet und man plante diese vermutlich pünktlich fertigzustellen, um eine einheitliche Basis für alle Kleinstfahrzeuge innerhalb Europas zu bilden. Genau zu dieser Zeit habe auch ich das erste Mal von ihr gehört und verfolge seitdem regelmäßig den Fortgang dieser in meinen Augen so wichtigen Norm. Das passt schon…. Leider ging am Ende der Plan nicht auf und Andreas Scheuer musste seinen mit heißer Nadel gestrickten eigenen Entwurf der eKFV innerhalb von 3 Monaten durch die Europäische Kommission gepeitscht, um dann pünktlich am 15.06.2019 die abgespeckte Verordnung ohne Berücksichtigung der Fahrzeuge ohne Lenkstange vorstellen zu können. Der Rest dieser tollen Kamingeschichte über Schwimmnudeln, Gehwegchaos und die Haltbarkeit von E-Scooter-Akkus wird sicherlich noch jedem in den Ohren klingen. Nun ist heute die BAST-Studie 1.0 die Grundlage für die aktuelle eKFV in Deutschland und es ist weiterhin keine konstruktive Aufarbeitung seitens des BMVI für alle Fahrzeuge mit und ohne Lenkstange in Sicht, wenn wir die aktuell laufende Studie über E-Scooter der VUFo Dresden und BAST einmal außen vorlassen. Übersicht Fahrzeugklassen 17128 Da fehlt doch was? Aber ich schweife ab; aufgrund von nicht weiter bekannten Verzögerungen im Brüssler Freigabeprozess wurde die Arbeit an der EU-Norm 17128 von Seiten des Ausschusses weiter fortgeführt und erreichte in diesem Jahr nun endlich ihren finalen Entwurf. Fast genau zu dieser Zeit und im Zusammenhang mit der Diskussion über die aktuelle Petition informierte ich mich wieder einmal über den aktuellen 17128-Status. Nach dem ersten Überfliegen des fast 100-seitigen Entwurfs der Norm war ich guter Dinge, im nächsten Jahr endlich ein Dokument an die Hand zu bekommen, welches für Hoverboards, MonoWheels, E-Scooter und auch Elektro-Skateboards die neue Basis bilden könnte oder wie Herr Tolkien so treffend schrieb „One Ring to rule them all„. Brüssel wir haben da ein Problem! Welches Fahrzeug ich aber beim ersten Überfliegen und dann auch beim zweiten Mal lesen nicht gefunden habe war das „Elektro-Skateboard“. Ich habe mir dies zunächst schön geredet mit dem Satz „die werden schon wissen was sie tun!“ und gehofft die Antwort sei zwischen den Zeilen des Entwurfs zu finden. Es ließ mir dann jedoch keine Ruhe und ich kontaktierte zusätzlich den Vorsitzenden von eSkave Lars Stühlen, um ihn nach seiner Meinung zu fragen. Als auch er meinte „Hey, die Skateboards fehlen!“, haben wir uns gemeinsam aufgemacht und den Ansprechpartner des Ausschusses Herrn Legrand kontaktiert. Nachdem er uns empfahl, uns mit unserem Anliegen an die DIN zu wenden – Zitat „As you are based in Germany, the best is to raise your issue via DIN as indeed amending it is possible.„ EUC sind in der 17128 berücksichtigt Also besprachen Lars und ich die nächsten Schritte, um zum Einen den Mitgliedern des Ausschusses aufzuzeigen, dass sie ein sehr wichtiges Fahrzeug vergessen haben und gleichzeitig auch zu versuchen, Elektro-Skateboards in die Betrachtung als PLEV mit einzubeziehen. Deshalb setzten wir zusammen einen Brief auf Deutsch und Englisch auf, der diese unbefriedigende Situation für Deutschland und auch all unsere Nachbarn innerhalb der EU thematisiert. Wir halten es für sehr wichtig, mit dieser Zusammenfassung auf unsere Freunde im In- und Ausland zuzugehen und sie zusätzlich für dieses Thema zu sensibilisieren. Denn auch im Ausland müssen wir Mitstreiter finden, die auf ihre dortigen nationalen Behörden zugehen. Leider nichts vorbereitet Der zuständige Kontakt der DIN hat sehr schnell geantwortet und uns bestätigt, dass Elektro-Skateboards nicht versehentlich vergessen wurden. Leider wurde uns nicht viel Hoffnung auf schnelle Anpassung gemacht, vielmehr verwies man uns auf die Möglichkeit, eine eigene Norm zu elektrischen Skateboards zu erarbeiten und sich gegebenenfalls auf die entsprechenden, relevanten Passagen aus der EN 17128 zu beziehen. Antwort DIN Soweit so gut bzw. nicht gut! Eigentlich hatte ich immer die Hoffnung, wir bewegen uns irgendwie in Richtung Zukunft, aber leider wurde mir wieder einmal sehr anschaulich klar gemacht wie es läuft, wenn niemand draufschaut bzw. nachfragt! Es wird eben wieder OHNE UNS genormt und verordnet und die Realität wird ausgeblendet. Zusätzlich frage ich mich, was passiert, wenn "völlig überraschend" neue Fahrzeuge im Bereich Mikromobilität auf den Markt drängen? Gibt es dann auch wieder eine neue Norm, die auf "relevante Passagen" verweist? National fehlt mir sogar aktuell komplett die Fantasie, wie ein passender Prozess zur Entscheidungsfindung auf den Weg gebracht werden kann! Die 17128 ist keine Verordnung sondern eine Norm d.h. kein Gesetzestext. Da diese Norm wohl demnächst im Amtsblatt der Maschinenrichtlinie aufgeführt wird, kann man maximal davon ausgehen, dass PLEVs als Maschine im Sinne der Maschinenrichtlinie eingestuft werden. Dies ist allerdings nur wichtig für eine CE Kennzeichnung, nicht für das KBA, Versicherungen und/oder Politik und unsere Legalisierungsversuche. Trotzdem wurde aus meiner Sicht die Chance auf EU Ebene verpasst ein Zeichen zu setzen und die aktuelle leichte Mobilität mit all ihren Fahrzeugen und Facetten in einer Norm abzubilden! Nun wird es doch wieder eine Patchworkdecke wo wir jährlich neue Mobilitätsflicken ranbasteln. Wir haben doch alles – Gehweg, Fahrrad und DAS AUTO! Bleibt gesund und frohes Fest! Der Beitrag (K)eine Norm für ALLE erschien zuerst auf Electric Empire. Gesamten Artikel anzeigen
  2. 1 point
    Ich hab vor einiger Zeit in einem "Polizeithread" mal meine Erfahrungen gepostet, die durchweg positiv sind, was einem Member hier offenbar gegen den Strich ging ... so gut darf es einem anscheinend gar nicht gehen. Daher habe ich mich zu diesem Thema bislang nicht mehr geäußert, denn ich wollte ihm seine schlechte Laune nicht vermiesen. Bei meinen damaligen Äußerungen habe ich auch die Ansicht vertreten, es gäbe für PLEV in Hessen einen Duldungsstatus. Der war seinerzeit - lange vor der ekfVo - eigentlich für die klassischen Segways aber geräteunabängig formuliert - tatsächlich vorhanden und wurde vom hessischen Verkehrsministerium auch so kommuniziert. Nach einem Erlebnis gestern Abend sollte man sich darauf nicht mehr unbedingt verlassen. Ich kann das auch nicht mehr veri- oder falsifizieren, da mein Kontakt im Verkehrsministerium Corona zum Opfer fiel. Ich bin meist im Grenzgebiet zwischen Hessen und Bayern unterwegs, neuerdings mit dem Einrad und auch damit schon des Öfteren auf der Bayerischen Seite Polizeistreifen begegnet, die mich immer zufrieden ließen - ich bin immer noch stolz auf die Alzenauer Beamten. Gestern Abend schickte meine Frau mich auf der hessischen Seite zum Einkaufen. Also flugs mit dem Tesla hin (Einrad). Beim Aldi gingen dann im Sekundentakt Einkaufswünsche ein, so dass ich, da ohne Rucksack unterwegs, den Einkaufswagen mit dem Einrad nach Hause fuhr. Etwas tricky, da alle Räder in alle Richtungen wegdrehen, aber nicht unmöglich, eher lustig. Beim Zurückbringen des Einkaufswagens kam mir eine Polizeistreife entgegen. Ich stieg vorsichtshalber ab und schob Wagen und Rad zu Fuß weiter ... mit Downhill Helm etwas overdressed. Aus dem Augenwinkel war zu sehen, dass der Bulli auf einem Parkplatz hinter mir umdrehte und wieder die Straße entlang in die Richtung fuhr, aus der er gekommen war, während ich auf den Aldiparkplatz abbog. Als ich den Einkaufswagen verstaute, hörte ich plötzlich "was ist das denn für ein interessantes Gefährt?" und der Bulli stand neben mir ... kein Fluchtweg mehr :-). Wir haben bestimmt 20 Minuten gequatscht und gefachsimpelt, die beiden schienen wirklich interessiert. Die Höchstgeschwindigkeit war natürlich eine Frage. Da ich spekulierte, dass sie mein Versicherungsnummernschild (Rolleraufkleber) gesehen haben, habe ich natürlich vom Tiltback bei 20 km/h berichtet. Menschlich freundliches Gespräch, noch einen schönen Abend gewünscht und weiter gefahren ... bzw ich bis zur nächsten Ecke geschoben. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die beiden einfach nur freundlich sein wollten und ich richtig Dusel hatte ... bin natürlich auch stolz auf die beiden hessischen BeamtInnen. Ich wollte die Diskussion nicht auf den Duldungsstatus lenken und bin mir jz nicht mehr sicher, was diesen in Hessen angeht. Mein Sohn sagt zwar, in Frankfurt fahren viele Esk8s rum und die Polizei jucke das nicht, aber verlassen würde ich mich nicht mehr darauf. Insofern: immer schön wachsam bleiben 🙂
  3. 1 point
  4. 1 point
    myewheel.com, Bulgaren und recht zuverlässig und preiswert. Und mit Wrongway Code noch n Hunderter weniger. Mit dem Tesla angefangen, aber mir zu wenig Reichweite, dennoch ein ganz tolles Wheel, schnell und wendig. Das RS ist aber als C30 (HS) nicht nur schneller, sondern ich komme auch so richtig steile matschige Waldwege rauf, wenn das Tesla schon wegrutscht. Entscheidung für C30, weil ich auch mit halbleerem Akku noch zügig fahren und anständig beschleunigen möchte. Beim Tesla ist halt mit 55 Schluss. Da ist das RS schon ne andere Nummer. Mir geht's nicht ums Rasen, aber ich fahre halt auch größere Runden und da spielt ne anständige Cruising Geschwindigkeit schon ne Rolle :-). In der Leerlaufgeschwindigkeit (Vmax ohne Last) geben sich die Räder eh nicht so viel, aber wenn ich drauf stehe ... mitt 100+ kg ... schon. Und bei halbvollem Akku beim Bergaufbeschleunigen die Overvoltage Beeps hören macht nervös 🙂 Leerlaufgeschwindigkeit beim RS C30 99 km/h und mit mir drauf für einen km auf leichtem Gefälle ... siehe Bild 🙂 Aber da darfst Du Deine Arme nicht mehr bewegen, sonst bringt Dich der Winddruck aus dem Gleichgewicht. Ein Blick in meinen Rückspiegel auf dem Handgelenk hat mich fast umgeworfen. Shared album - Thomas Pan - Google Photos PHOTOS.APP.GOO.GL
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    Deklaratorische Wirkung des "Nummernschildes" ... es erbringt den Anscheinsbeweis einer Versicherung. Und wenn ich jmd schädige, wird die Versicherung den wohl auch entschädigen und mir dann, wenn ich irrtümlich eine falsche Herstellerbezeichnung und KBA-Nummer angegeben habe, mit max EUR 5.000,- in die Haftung nehmen. Insofern ist dem Opferschutz Rechnung getragen und was zwischen Versicherung und mir abgeht ist "Innenverhältnis" ... soweit die Theorie. Ich würde es nicht auf einen Stresstest ankommen lassen 🙂 Bayerische Versicherung (diebayerische.de - versichert mit Reinheitsgebot) ... in den Onlineantrag alle Angaben wahrheitsgemäß rein, dann mutig den Haken rein bei der Zusicherung, dass Du eine ABE hast und dann aus der KBA-Liste eine gültige Kombination von Hersteller und KBA-Nummer eintragen und zwei Tage nach der Zahlung ist Dein Nummernschild im Briefkasten. Aufkleben, Typenschild auf Alufolie drucken, im Zweifel die Seriennummer des Akkus als Fahrzeugidentnummer nehmen, die ist nämlich eineindeutig, so wie verlangt. Schilder phantasie- und sinnvoll aufkleben. Fertig. Soweit also die Praxis. Leider mit nicht unveränderlich angebrachtem Typenschild aber immerhin... Es gibt auch andere Versicherungen, die das machen, sogar selbständige Allianzagenturen. Hier ist gerüchteweise zu vernehmen, dass die Konzerne Ihre Vertreter schulen und anweisen, keine Versicherungsverträge für PLEV hinauszulegen. Aber Fragen kostet nichts, denke ich. Nun ist das keine Garantie, dass alles gut geht. Ich habe schon von Fällen gehört, dass Polizeibeamte ganz scharf auf nicht zugelassene Fahrzeuge mit Versicherungsnummernschild sind, geradezu darauf geschult werden. Hörensagen, aber nicht unwahrscheinlich. Und es ist noch zu beachten, dass bei den Aufklebeversicherungsschildern das Fahrzeug natürlich der ekFVo entsprechen muss und somit auch nicht schneller als 20 fahren darf und eine Haltestange braucht 🙂 ... ob der ausziehbare Trolleyhandle meines Wheels als Haltestange durchginge, ist zweifelhaft. Aber auch das würde nur ein Stresstest zeigen. Man könnte übrigens bei der Bayerischen auch Mopedversicherungen auf diese Weise abschließen, die etwas teurer sind, weil die Dinger ja 45 fahren dürfen. Aber da braucht man dann schon die Angaben aus einem Fahrzeugschein ... ginge über die KBA-Listen auch, aber da kann man sich dann nicht mehr so einfach vertun. Und dann natürlich den Mopedführerschein. Ich kann also nur abraten und habe das selbst auch nur als Machbarkeitsstudie getestet!
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