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Falke

Elektro-Skater
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    Falke got a reaction from oldtrapper in Großkontrolle der Polizei Hamburg   
    Es könnte sich genausogut um E-Scotter > 25km/h handeln, die rechtlich keine EKF sind aber von der Polizei sicher als Solche gesehen werden.
    Das Ganze würde erneut zeigen wie realitätsfremd die Verordnung ist.
  2. Thanks
    Falke reacted to Malham in Großkontrolle der Polizei Hamburg   
    Hallo zusammen,
     
    in Hamburg hat die Polizei gestern Großkontrollen mit Fahrradstaffeln durchgeführt und dabei einige Verstöße aufgenommen. Dabei haben sie insgesamt auch 4 EKF aufgegriffen und 3 Strafverfahren wegen fehlenden Versicherungsschutzes eingeleitet.
     
    Link zur Pressemitteilung
     
    Interessant finde ich dabei, dass von EKF gesprochen wird. Dabei ist es sehr gut möglich, dass es sich bei den Fahrzeugen auch um beispielsweise Skateboards gehandelt haben könnte, die formal nicht unter die EKFV fallen.
    Hier wäre es interessant nachzuhaken, um was für Geräte es sich konkret handelte und ob diese überhaupt eine ABE hatten. Wenn selbst die Polizei Skateboards als EKF einordnet und den fehlenden Versicherungsschutz anprangert, wäre dies ggf. in der allgemeinen Diskussion hilfreich.
     
    Viele Grüße
  3. Like
    Falke got a reaction from Dudelsack in Rechtliche Auseinandersetzung   
    Zum Thema Verhältnismäßigkeit: gerade in den Nachrichten: Scheuer will "unverhältnismäßig" harte Strafen für Autofahrer wieder streichen.
     
    Vielleicht sollten wir ihn mal einen Tipp geben was noch unverhältnismäßig harte Strafen sind...
  4. Thanks
    Falke reacted to Tazer in Nach Kontrolle in Berlin Brief von der Polizei - Was jetzt?   
    Mit "lächerlich" meinte ich das Strafverfahren wegen fahren ohne Versicherungsschutz, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt stelle ich nicht in Frage. Auch die Polizeibeamten und die Staatsanwaltschaft machen nur ihren Job, ich möchte das an keiner Stelle kleinreden oder verurteilen.
     
    Ich gebe zu bedenken (Vorsicht, der folgende Abschnitt ist meine Meinung):
    Ein Versicherungsschutz würde ein Fahrzeug voraussetzen, mit dem mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ein Unfall verursacht werden kann, für dessen Behebung der Versicherte nicht oder nur schwer aufkommen kann. Da ein E-Skateboard in Punkto Gewicht und Geschwindigkeit einem Fahrrad entspricht (mit Fahrrädern sind bergab sogar noch deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich ohne die Stabilität zu gefährden), ist der maximale zu erwartende Schaden ähnlich gering.
    Dass es rechtlich anders aussieht ist mir klar, mag daran liegen, dass man bei der Ausarbeitung der bestehenden Gesetze noch nicht wissen konnte, wie klein und leicht die Motoren werden, und deshalb immer mindestens von einem Kraftrad ausging.
    Natürlich scheint es utopisch, Ausnahmen von derart grundlegenden Regelungen zu machen. Aber unsere Nachbarländer haben es ja auch ohne viel Aufsehen geschafft, und soweit ich die Statistiken richtig interpretiere, sterben momentan deutlich mehr Radfahrer durch PKW und LKW als umgekehrt.
     
    Helfen wird das im vorliegenden Fall leider eher wenig, also wünsche ich einfach viel Glück, die Verkehrswende wird kommen, nur bei uns eben später.
  5. Haha
    Falke got a reaction from Dudelsack in Elektrisches Skateboard Marktausblick 2020   
    Inhaltlich wertlos und um Jahre veraltet,
    hat den Marktbericht das BaSt erstellt?
  6. Haha
    Falke got a reaction from jeti in Elektrisches Skateboard Marktausblick 2020   
    Inhaltlich wertlos und um Jahre veraltet,
    hat den Marktbericht das BaSt erstellt?
  7. Thanks
    Falke got a reaction from hardy_harzer in EE: Urteil zur Klage   
    In diesem Fall mag das stimmen, deswegen würde mich interessieren, ob das Urteil auf zulassungsfreien Boards mit Stange oder Sitz übertragbar ist.
    Also falls wir nochmal mit zulassungsfreien Fahrzeugen klagen wollen, ich wär dabei nochmal zu spenden.
  8. Thanks
    Falke got a reaction from Freako in Erfahrungen mit Ordnungsamt   
    Über das Ordnungsamt würde ich mir weniger Sorgen machen, die achten auf andere Dinge, mir ist kein Fall bekannst wo Jemand mit dem Ordnugnsamt Probleme hatte.
    Unter Umständen dürfen sie dich zwar kontrollieren aber sie dürfen dich z.B. nicht aus dem fließendem Verkehr ziehen.
    Was sie genau dürfen müsste man sich zusammemgoogeln, ist je nach Bundesland auch wieder anders.
  9. Like
    Falke got a reaction from evolverine in Volteboard GTX4 Erfahrungen   
    Ich finds auch super, dass Sascha als erstes diesen schweren steinigen Weg gegangen ist ein legales Board auf den Markt zu bringen.
    Er hat damit den Frust der Community abbekommen, ich denke der meiste Frust ist aber der beschissenen EKF-Verordnung und fehlenden Ausnahmeverordnung geschuldet und die Leute lades es bei ihm ab, wobei er nichts dafür kann.
    Natürlich ist das Board nicht optimal und optisch Geschmackssache aber es ein sehr wichtiger erster Schritt und wenn er Erfolgt hat und dafür tatsächlich eine ABE bekommen sollte, dann habe ich große Hoffnung, dass auch einige Hersteller folgen werden und es dann auch legale Evolves, Mellows, Jaykays, etc... mit (während der Fahrt) einklappbarer Haltestange geben wird.
  10. Thanks
    Falke reacted to Tazer in Schade Herr Scheuer...   
    Prinzipiell guter Ansatz finde ich, gut gesprochen und gute Argumente, nur den Schluss hätte ich anders formuliert.
    "das scheinen Sie nicht zu wollen" unterstellt, dass Herr Scheuer die alleinige Schuld an der aktuellen Rechtslage trägt (was ich nicht glaube).
    "schade eigentlich" klingt, als würden wir uns mit der Situation mehr oder weniger zufrieden geben (was wir glaube ich definitiv nicht tun).
     
    Ich schlage einen konstruktiveren Schluss vor, wie "bitte geben Sie uns die Möglichkeit, die Sicherheit unserer Fahrzeuge zu beweisen", oder "unser Verband hat inzwischen X Mitglieder, die sich eine Änderung der aktuellen Regelung wünschen", oder "die Bereitschaft zur Versicherung und einer allgemeinen Helmpflicht für EKF ohne Lenkstange ist vorhanden, uns fehlt nur eine rechtliche Grundlage".
     
    Auch ein deutsches Demo-Video, das die Stabilität und die Bremswege demonstriert, wäre in dem Zuge vielleicht hilfreich.
  11. Thanks
    Falke reacted to TheDarkRider in Volteboard GTX4 Erfahrungen   
    Danke Tony,
    am Anfang vor einigen Jahren war es schwierig mit meinem Prototypen hier anerkennung zu bekommen. Ja sie sahen auch nicht so toll aus - gebe ich zu. Und dann hatte ich ja auch zuvor andere Projekte als Entwickler (Softwareprojekte, eSurfboard und PVC-Fliesen mit Foliendichtung) weswegen ich erst mal ein Außenseiter war den man Abwerten durfte. Ich bekomme sogar heute noch Anrufe in denen Versucht wird sich als Interessent auszugeben, mich auszufragen und am ende des Telefonats eine verletzende Bemerkung gemacht wird. Aber damit kann ich mittlerweile ganz gut umgehen und fresse es nicht mehr in mich hinein. Ich bin ja wegen der guten Sache hier mit meinen Prototypen und Demos um das Thema legales Elektroskaten in Deutschland zu pushen.
    Viele Grüße
    Sascha
  12. Thanks
    Falke reacted to Kai in ZDF-Fernsehgarten, So. 24.05   
    Am Sonntag den 24.05.2020 wird 
     
    Alexander Segmüller von

     
    mit einem Elektro-Einrad im ZDF Fernsehgarten zu sehen sein.
    Er wird wohl vorführen wie gut man Elektro-Einräder manövrieren kann und was mit etwas Übung noch alles so möglich ist.
    Mit Kiwi wird er sich über den Spass beim Fahren als auch über die momentane rechtliche Situation unterhalten.
    Wer Kiwi kennt weiß das sie das sofort ausprobieren muss und wer Alex kennt weiß das bei ihm kein Anfänger lange braucht bis er sich ohne Arm-um-Schulter Haltegriff traut alleine zu fahren.
    Sind wir gespannt was dies in Zeiten von Corona bedeutet - wird Kiwi ohne Alex's Hilfe probieren oder sich um Alex's Hals werfen?
     
    Am gleichen Tag findet ja auch die Demo "Abgasfrei in meiner Stadt", die @TheDarkRider organisierte, in Kiel statt.
    Dort werden wieder zahlreiche Einrad und Elktro-Skateboard Fahrer mit ihren EKF ohne Lenkstange demonstrativ durch den Stadtverkehr rollen.
     
     
     
     
  13. Haha
    Falke got a reaction from oldtrapper in Max Skateboards   
    Es ist auf jeden Fall ein Plagiat auch wenn sie gewisse Teile verbessert haben. Mach ja auch Sinn, den Evolve-Akku zu klonen wär das Dümmste was man machen kann.
    Evolve verwendet fast keine speziellen Teile, das sind 90% Standard-Zeug, die man irgendwo in China findet, das zu klonen ist jetzt nicht super schwer.
  14. Like
    Falke got a reaction from oldtrapper in Max Skateboards   
    Ja ist ein Evolve-Clon und Evolve war darüber nicht sehr erfreut aber im Gegensatz zu Evolve verbauen sie besser Akkus
  15. Thanks
    Falke got a reaction from Freako in Unfälle, Verletzungen, Stürze   
    Für die politische Debatte:
    Fast jeder, der Fahrrad fährt ist schon mal gestürzt und genauso ist fast jeder mit seinem Board schonmal gestürzt. Die Frage ist hier eher wie schwer waren die Stürze und hätte eine Haltestange den Sturz verhindert oder noch verschlimmert?
    Entscheidend besonders über die Verletzungen ist die Geschwindikeit, mit Helm und paar Protektoren sind die meisten Stürze bis 20-25 km/h ohne größere Schäden. Gefährlich wird es meiner Meinung nach bei höheren Geschwindigkeiten von weit über 30km/h wo man keine Chance mehr hat das abzulaufen. Deswegen wäre eine gesetzliche Geschwindigkeitsregelung auf max. 25-30km/h sehr wichtig, solange wir das nicht haben fährt der Großteil natürlich schneller.
    Auch eine Helmpflich wäre wünchenswert, auch hier brauchen wir eine Regulierung um Unfallschäden zu verringern weil eben noch viele Anfänger bisher ohne Helm fahren. (du scheinst da eine positive Ausnahme zu sein)

    Zu meinen eigene Erfahrungen:
    Ich bin schon einige Male bei nicht sehr hoher Geschwindigkeit unfreiwillig vom Board runter aber ohne nennenswerte Verletzungen, auch weil man oft gut abspringen kann.
    Als ich zuletzt bei ca. 10km/h vom Fahrrad geflogen bin tat es deutlich mehr weh, weil man beim Fahrrad eben keine Chance hat mit den Beinen vom Rad abzuspringen und sinnvoll zu landen, und wenn man unten liegt das Rad einem von hinten noch in den Rücken krachen kann.
  16. Thanks
    Falke reacted to Kai in Antwort von Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr   
    Zwischenbericht Ende 2020. Hoffen wir das es mit dem Datum diesmal hinhaut und keine Verspätung des Abschlussberichts nach sich zieht.
    Warum muss das alles nur so lange dauern? 
     
     
    Heißt er hat keine Anstrengungen unternommen das Gutachten zu überprüfen und nicht mitbekommen das es aus mehreren Gründen und Stellen angezweifelt wird.
    Schade das es da (scheinbar) keine Qualitätsicherungsmaßnahmen gibt, wie es der Wirtschaft in vielen Branchen verpflichtend ist zb. ISO9001
     
    Hoffen wir auf eine baldige BAST Studie 2.0. 
    Elektro-Kleinstfahrzeuge werden von immer mehr Menschen als Fortbewegungsmittel benutzt.
    Die EKFV, die zwar fälschlicher Weise den Namen trägt, da sie nur für eScooter mit Stange deklariert, aber verdeutlicht was die eigentliche Intension war, nämlich die Einführung der  Elektro-Kleinstfahrzeuge, hat nicht unwesentlich dazu beigetragen das immer mehr Menschen mit unzugelassenen EKF unterwegs sind.
    Es gibt immer mehr Hersteller von EKF. Immer mehr Geschäfte, Märkte, Baumärkte bieten EKFs an.
    Also es wird nicht mehr weniger werden und ist deutlich mehr als damals als der Bundesrat die Regierung aufforderte die neue Fahrzeuge sinnvoll zu integrieren, weil die unzugelassenen Fahrzeuge bereits für vielen Menschen als praktisches Fortbewegungsmittel eine Wertschätzung haben.
    Das sollte eigentlich schon ausreichen der Durchführung einer neuen aktuellen Studie höchste Priorität zu geben.
    Die Wiederholung der Studie und Korrektur hätte sowieso direkt eingefordert müssen. 
    Scheuer sagte er will die Ausnahmereglung weil nicht weitere vier Jahre verstreichen dürfen bis die Korrektur der Studie fertig und somit erst dann EKFs ohne Stange zugelassen werden.
    Das die Ausnahmereglung nicht realisiert wurde ist das eine, interessanter finde ich es wieso die Studie vier Jahre dauern muss?
    Wenn wir in vier Jahre immer noch demonstrieren müssen fahren wir wieder mit Fahrzeugen die in der Studie überhaupt noch nicht vorkommen weil von den getesteten Fahrzeugen das letzte vor vier Jahren aktuell war. 😄 Ich kann mit allerdings nicht vorstellen das das ein zweites Mal passiert.
    Ja und auch Demos gab es damals keine, ein weiterer Beleg das es heute umso dringlicher ist als damals als der Bundesrat dazu auffordertet "schnellstmöglich die verhaltens- und zulassungsrechtlichen Voraussetzungen für EKF zu schaffen."  Hier nachzulesen:  948. Sitzung (Drucksache 332/16 (Beschluss) ab Seite 3)
     
     
     
     
     
     
     
  17. Confused
    Falke reacted to Kai in die verkehrte Novelle ist da   
    Bundesminister Andreas Scheuer:
     
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/stvo-novelle-streetlovestory.html
     
    Wer findet die Fehler?
    Haha nein Das wäre zu einfach.
    Also, wer findet einen Hinweis auf EKF als Teil der Novelle? 
    Gemeint sind alle EKF, nicht nur die mit Lenkstange.
     
     
  18. Thanks
    Falke reacted to hardy_harzer in Elektrische Rebellen   
    Elektrische Rebellen | Freie Presse - Auto
    WWW.FREIEPRESSE.DE E-Einräder und -Skateboards sind hip und gut für die Umwelt, doch auf Straßen, Geh- und Radwegen verboten. Ein paar Enthusiasten aus Sachsen würden das gern ändern. | 10784215 Ratgeber Auto  
  19. Thanks
    Falke reacted to hardy_harzer in EE: 10 Gründe für Mikromobilität   
    10 Gründe warum SIE zur Mikromobilität wechseln sollten:
    Deutschland und die Welt sind im Pandemie-Modus und Corona beherrscht jede Diskussion und alle Medien. Da überrascht es sicherlich zur Zeit niemanden, dass unser Thema Mikromobilität in den Hintergrund gerückt ist. Gerade in diesem Frühjahr wäre es so wichtig gewesen, dass der E-Scooter-Privatverkehr an Aufmerksamkeit gewinnt und seine Stärken ausspielt. Auch die Verleiher kehren gerade erst langsam wieder in kleinen Gruppen zurück auf die Straße. Viele Mitglieder der Community nutzen die leeren Straßen nochmal, um mit bislang noch nicht regulierten Fahrzeugen wie Monowheels oder E-Skateboards zu fahren. Bemerkenswert ist, welche gegenläufigen Auswirkungen die Corona-Pandemie auf Fuß- und Radverkehr hat. Es sind vergleichsweise mehr Menschen zu Fuß und mit dem Rad oder Elektrokleinstfahrzeug (EKF) unterwegs und Städte wie Berlin stellen ihr Bike-Sharingssystem kostenlos zur Verfügung. Nicht nur Fahrräder, sondern auch EKF können auf dem Radweg ideal 1,5 Meter Sicherheitsabstand einhalten.
    Da auch ich wie viele andere aktuell ins HomeOffice verbannt wurde und deshalb mein Elektrokleinstfahrzeug häufiger als üblich für Fahrten zum Supermarkt oder Bäcker nutze, kam mir die Idee zu diesem Artikel um aufzuzeigen, wie wir alle unsere eigenen individuellen Auswirkungen auf die Umwelt direkt reduzieren und somit aktiv zur Verkehrswende beitragen könnten. Deshalb halte ich Mikromobilität nicht nur in Zeiten von Corona für eine effektive und unterhaltsame Alternative zu Autofahrten mit einer Person im Bereich der Kurzstrecke. Was spricht also dagegen, die vielen Fahrten mit dem Auto gegen einen „Ride“ mit einem Elektrokleinstfahrzeug einzutauschen und den täglichen Energieverbrauch auf sinnvolle Weise erheblich zu reduzieren.
     
      Ich persönlich habe es in den letzten Wochen geschafft verstärkt auf mein Auto zu verzichten, indem ich ausschließlich mit PEDELEC, E-Scooter, E-Skateboard oder zu Fuß unterwegs war. Natürlich ist mir bewusst, dass dies ein Ansatz ist, der für die Mehrheit von uns wahrscheinlich nicht ganz praktikabel ist. Trotzdem sollte man darüber nachdenken und prüfen, ob nicht ggf. das zweite Auto im Haushalt durch ein E-Scooter, MonoWheel, E-Skateboard oder OneWheel ersetzt werden kann. Nicht jede Autofahrt kann und muss ersetzt werden, denn für eine Fahrt zum Baumarkt oder für den Wochenendeinkauf ist manchmal ein größeres Fahrzeug die einzige Option. Trotzdem halte ich es für wichtig, sich kritisch mit dem eigenen Umgang mit Mobilität auseinander zu setzen und manch einer wird feststellen, wie viele seiner persönlichen Kurzstreckenfahrten mit dem PKW effektiv durch ein viel kleineres Fahrzeug ersetzt werden könnten.
    Schauen wir einmal auf die 10 wichtigsten Punkte zum Wechsel in die Mikromobilität:
     
    Punkt 1 – Reduzieren des eigenen Energieverbrauchs
    Wie bereits erwähnt, sind E-Scooter, MonoWheel, E-Skateboard oder OneWheel eine großartige Möglichkeit, den persönlichen Gesamtenergieverbrauch im Vergleich zum Auto zu senken. Viele Autofahrten können problemlos dadurch ersetzt werden und einfache Ausflüge, wie das Treffen mit Freunden in einem Café und das Pendeln zur Arbeit, eignen sich hervorragend für diese Art der Fahrzeuge. Das Einsatzgebiet ist flexibel und ich bin als Besitzer eines EKF unabhängig von Geschäftsgebieten und Verleihzeiten. Auch größere Fahrten wie z.B. Lebensmitteleinkäufe können mit einem Rucksack etc. problemlos durchgeführt werden.
     

     
    Punkt 2 –  Mikromobilität erfordert weniger Kraftaufwand
    Wenn Sie fit genug sind, um überall mit Ihrem Fahrrad zu fahren, ist das großartig. Fahrräder gehören auch nicht umsonst zu den effizientesten Transportmitteln. Aber dennoch wird es auch weiterhin Menschen geben, die einfach nicht für alle Fahrten ein Fahrrad nutzen wollen oder können. Selbst diejenigen, die über die erforderliche Fitness verfügen, so wie ich z.B., wünschen sich unter Umständen manchmal eine Fahrt von A nach B ohne körperliche Anstrengung oder grösseren Aufwand aber mit dem Ziel, auf das Auto zu verzichten. Für eine tägliche Fahrt mit dem Rad ins Büro benötige ich pro Fahrt ca. 20 km quer durch Berlin und stehe am Ziel jedes Mal vor dem Problem, wie ich nun völlig verschwitzt meinen Büro Dresscode “trocken” einnehmen soll? Auch eine Verabredung am Abend im Kino, Cafe oder zum Essen mag unter Umständen problemloser verlaufen, wenn ich die Möglichkeit hätte, mein E-Board oder MonoWheel zu nutzen. In diesen Situationen kommt für viele eben nicht das Fahrrad an erster Stelle sondern dann wieder der PKW. Mein Energieverbrauch ist sicherlich mit allen Fahrzeug wesentlich geringer als per Auto, aber wollen wir nun alle Menschen dazu verpflichten, ein Fahrrad zu verwenden, um die meisten Autofahrten zu ersetzen? Warum erweitern wir nicht das Spektrum und lassen den Menschen die Wahl zum Elektrokleinstfahrzeug oder auch Fahrrad/PEDELEC. Ich würde sogar noch viel weiter gehen und behaupten, dass der viel diskutierte Leih-E-Scooter im Privatbereich viel eher eine realistische Option für die Massen ist. 
     
    Punk 3 – Sparen Sie Zeit auf Ihrem Weg zur Arbeit
    In vielen Städten ist der Nahverkehrs-Mix zum Pendeln mit einem privaten Elektrokleinstfahrzeug tatsächlich schneller als nur per Auto, Bus oder S/U-Bahn. Während dies in den Vororten nicht immer der Fall ist, beobachte ich doch in den letzten Wochen eine stetig wachsende Zahl an Nutzern, die mit einem EKF unterwegs sind. Auf dem Radweg/-spur bin ich mit diesen kleinen Fahrzeugen wesentlich flexibler, um auf die tägliche Überlastung an den bekannten Stau-Hotspots zu reagieren und kann mit dem einen oder anderen spontanen Ausweichmanöver in die nächste Seitenstraße schneller durch die Stadt vorankommen. Vermutlich wäre ich auf der klassischen Autofahrt oft wesentlich beschränkter und im Stau gefangen. Leider stehen mir die zusätzlichen Abkürzungen durch Parks oder andere fahrradfreundliche Wege mit meinem EKF (Kraftfahrzeug) im Gegensatz zum Fahrrad nicht zur Verfügung. Für mich ist es eine neue Alternative, wenn ich täglich die letzten fünf Stationen meines Nahverkehr-Mixes mit meinem privaten Elektrokleinstfahrzeug [statt dem Bus] ins Büro fahren kann. Diese Strecke von 2 km fahre ich jetzt in 7 min anstatt zu Fuß in 22 min und habe so eine Zeitersparnis von ca. 5 h in der Woche. Sicherlich ist es auch möglich, diese Strecke zu Fuß zurückzulegen. Aber auf diese Weise fiel mir die Entscheidung, vom Auto auf Bus/Bahn zu wechseln viel leichter, da ich mich so wesentlich unabhängiger fühle.
     
      Punkt 4 – Sparen Sie Geld
    Mit der Anschaffung eines privaten Elektrokleinstfahrzeugs sparen Sie garantiert Geld im Vergleich zur regelmäßigen Autofahrt. Da Elektrofahrzeuge Strom laden, fallen die Betriebskosten relativ niedrig aus. Ein E-Scooter z.B. verbraucht auf 100 Kilometern etwa eine Kilowattstunde Strom. Bei einem angenommenen Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde ergeben sich damit lediglich Kosten für den Stromverbrauch von 30 Cent. Zusätzlich sollten die Halter eines E-Scooters bedenken, dass der Akku je nach Modell etwa 500 bis 1.500 Ladezyklen verkraftet. Wenn eine Batterie sich beispielsweise 1.000-mal laden lässt und ihr Anschaffungspreis bei 250 Euro liegt, kostet eine Akkuladung 25 Cent. Bei einer Reichweite von 25 Kilometern fällt bei einer Strecke von 100 Kilometern ein zusätzlicher Euro an. Damit liegen die E-Scooter-Kosten im angeführten Beispiel bei nur 1,30 Euro pro 100 Kilometer (Strom + Akkuverschleiß).
     
    Möglichkeit zum mobilen Laden per Lastenfahrrad  
    Viele Menschen verbrauchen somit weniger als einen Euro Strom pro Monat, wenn sie mit ihrem EKF fahren. Aber es sind nicht nur die täglichen Fahrtkosten, die geringer werden, auch Einsparungen von Benzin, Steuern, Versicherung, ÖPNV-Tickets oder Parkgebühren kommen hinzu.
     
    Punkt 5 –  Gesünder werden
    Das Fahren mit einem Elektrokleinstfahrzeug kann in vielerlei Hinsicht für die Gesundheit förderlich sein. Menschen mit einer Abneigung gegen Fahrradfahren entscheiden sich viel öfter für einen privaten E-Scooter, um damit in der Nachbarschaft Ausflüge zu machen oder den kleinen Einkauf um die Ecke zu erledigen. Ebenso erhalten sie mit einem E-Skateboard oder MonoWheel immer noch mehr frische Luft, Aktivität und Gleichgewichtsarbeit als auf einem Autositz. Das Stehen auf einem MonoWheel oder E-Skateboard erfordert viel Übung und die richtige Körperhaltung/-spannung. Dadurch stärkt man die Rückenmuskulatur und den Gleichgewichtssinn. Sicherlich fällt bei allen Fahrzeugen das “Strampeln per Pedale” weg, aber diese Fahrzeuge sind als eine weitere Alternative zum Fahrradfahren oder zu Fuß gehen zu betrachten und sollen niemandem seine bereits getroffene Entscheidung zur Alternative gegenüber dem PKW streitig machen. Unbestritten erhält man mit allen Fahrzeugen zusätzliche Möglichkeiten, sich gesund zu bewegen, auch wenn es eine andere Bewegung als per Fahrrad ist. Deshalb ist Mikromobilität gut für Ihre Gesundheit.
     
      Punkt 6 – Genießen Sie mehr Komfort
    Ein weiterer Vorteil ist die Bequemlichkeit. Wie der Name “Mikromobilität” schon sagt, sind die Fahrzeuge klein, leicht und transportabel. Ein elektrisches Skateboard eignet sich hervorragend, um sein Ziel zu erreichen. So kann es z. B. in einem Restaurant unter dem Tisch oder bei der Arbeit unter Ihrem Schreibtisch verbleiben. Im Zusammenspiel mit dem ÖPNV/Letzte Meile kann es intermodal eingesetzt und während der Fahrt in Bus/Bahn sicher verstaut werden. Das Anschließen am Bahnhof mit überfüllten Fahrradständern entfällt genauso wie das Abstellen über Nacht auf dem Gehweg. Offroad, Wald-/Naturpfade, können in der richtigen Ausführung der kleinen Fahrzeugen problemlos befahren werden. Es ist sicherlich ziemlich unwahrscheinlich, dass Sie auf Ihrem Weg zur Arbeit eine malerische Fahrt auf einem Feldweg in Ihrem SUV unternehmen. Das Durchqueren eines Naturpfads oder eines örtlichen Parks ist jedoch eine bequeme Möglichkeit, Ihrem täglichen Pendelverkehr oder einer Wochenend-Vergnügungsfahrt Interesse oder Entspannung zu verleihen.
     
    Punkt 7 – laden per Sonnenenergie
    Auch im Bereich der Mikromobilität hält die moderne Technik ihren Einzug und ermöglicht das Aufladen der Batterie per Solarenergie. Die Batteriegröße dieser Fahrzeuge ist im Vergleich zum Elektroauto eher klein und so wird zum Aufladen nicht viel Energie benötigt.
    Ein einzelnes 100W Solarpanel kann in vielen Regionen der Welt etwa 400 bis 600 Wh Energie pro Tag produzieren. Da die meisten Menschen ihre Batterie nicht jeden Tag vollständig entladen, reicht normalerweise ein einziges Solarpanel aus, um die gesamte Energie bereitzustellen, die Sie zum Aufladen benötigen. 
    Leider ist es noch immer nicht sehr billig, im Hobbybereich preiswerte Solarenergieprodukte zu kaufen, aber es kann ein unterhaltsames Projekt sein und ein lohnendes Gefühl vermitteln, vollständig mit der von der Sonne gewonnenen Energie zu pendeln.
     
    EKF laden per Solar Generator  
    Punkt 8 – Reduzieren von Verkehr
    Der in den meisten Großstädten zu beobachtende Verkehr ist das direkte Ergebnis von zu vielen Autos die gleichzeitig auf der Straße unterwegs sind. Das heißt: je mehr Autos es gibt, desto schlechter wird der Verkehr. Klingt logisch! 
    Jeder Fahrer, der sich also gegen seine morgendliche Fahrt ins Büro mit dem Auto entscheidet und durch ein viel kleineres persönliches Elektrokleinstfahrzeug ersetzt, trägt dazu bei, den Verkehr für alle zu reduzieren. Studien haben gezeigt, dass bereits 10% der Fahrer, die z.B. auf Fahrräder umsteigen, einen 2-3-fachen Einfluss auf die Überlastung haben können, indem sie verhindern, dass sich der Verkehr nur aus PKWs zusammensetzt und zu absoluten Stoßzeiten außer Kontrolle gerät. Sie können nicht nur den Verkehr für alle anderen reduzieren, wenn Sie zu einem E-Scooter, MonoWheel, E-Skateboard oder OneWheel wechseln, sondern wie in Punkt 3 bereits beschrieben, den Verkehr kurzfristig einfach umfahren.
     
    Monowheel für die letzte Meile ein ideales Transportmittel.  
    Punkt 9 – Weniger Versicherungs- / Führerscheinprobleme
    Sie können nicht nur Geld sparen, indem Sie nicht für die tägliche Parkgebühr oder Versicherung Ihres Autos bezahlen, sondern auch diese Kosten durch Umdenken einsparen. Zum einen braucht oder will nicht jeder einen Führerschein, zum anderen haben ihn möglicherweise bereits Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen wieder verloren. Fahrrad/PEDELEC unterliegen keiner Altersbeschränkung, E-Scooter können bereits ab 14 Jahren genutzt werden. Für das Führen beider Fahrzeugklassen besteht keine Führerscheinpflicht und deshalb können diese eine bequeme Alternative für Menschen ohne Fahrerlaubnis und für die junge Zielgruppe sein. 
    Für Fahranfänger fällt oft zusätzlich eine höhere Versicherungsprämie zum Anschaffungspreis für das erste eigene Auto an. Im Gegensatz zum PEDELEC benötigt man für einen E-Scooter eine zusätzliche Versicherung, die aber mit einem Preis von >20 Euro weit unter dem eines PKWs liegt. Darüber hinaus sind die Versicherungsbeiträge für Personen zwischen 18 und 22 Jahren um 35% gesenkt worden.
     
    Punkt 10 – Spaß!
    Der letzte Punkt ist eigentlich der wichtigste und war damals für mich der Grund, warum ich mich für Mikromobilität entschieden habe! Seit meiner ersten Fahrt mit einem Elektro-Skateboard im Jahre 2018 habe ich für mich eine neue Art von Lebensqualität entdeckt. Nicht nur, dass ich jetzt für meine Leidenschaft mit der Gründung eines Vereins eintrete sondern zusätzlich auch Teil einer Community von Menschen bin, die für ihre Überzeugung einsteht.
    Demo #3 in Berlin „Legalisierung aller EKF“  
    Am Ende des Tages ist es vielleicht der wichtigste Grund, warum man wechselt bzw. sich für diese neue Art der Mobilität entscheidet – wieviel Spaß macht es mir E-Scooter, MonoWheel, E-Skateboard oder OneWheel zu fahren?
    Als Verband waren wir im letzten Jahr auf unzähligen Mobilitätstagen zu Gast und durften unsere Fahrzeuge vorstellen. Dort habe ich fast ausschließlich Menschen getroffen, die gar nicht wussten, dass es diese Fahrzeuge gibt und begeistert getestet haben. Auch die am Anfang sehr schwierig erscheinenden Fahrzeuge ohne Lenkstange wurden nicht skeptisch beäugt, sondern mit entsprechender Hilfe freudig genutzt.
     
    Energieforum Oschersleben 2019  
    Jeder hatte nach Abschluss seiner Testfahrt das gewisse “Grinsen“ im Gesicht und war begeistert von dieser neuen und für viele noch unbekannten Art der Fortbewegung. Es ist genau dieses alberne Lächeln, das die Leute bekommen, wenn sie zum ersten Mal auf einem Elektrokleinstfahrzeug stehen, dann Gas geben und die Beschleunigung unter sich spüren. Diese Fahrzeuge haben etwas, das einfach so lustig und aufregend ist und wieder das Kind in so vielen von uns zum Vorschein bringt. 
    Natürlich gebe ich allen Kritikern Recht, die jetzt den Finger heben und “gefährlich!” ausrufen. Sie haben völlig Recht, dass zur Nutzung im Straßenverkehr jeder Nutzer sich zwingend mit seinem Fahrzeug auseinander setzen und es beherrschen muss. Genau das war im letzten Jahr ein heiß diskutiertes Problem im Zusammenhang mit den Leihscootern. Nutzer ohne Übung wollten spontan am Straßenverkehr teilnehmen und entschieden sich am Ende eher zum reinen Selbstschutz und fehlender Übung für die unerlaubte Fahrt auf dem Gehweg. 
     
    Helme und Protektoren  
    Zum verantwortungsvollen Umgang mit einem EKF im Straßenverkehr gehört für unsere Nutzer die durch viele ausgiebige Testfahrten im Bereich Kontrolle und Sicherheit erlangte Erfahrung genauso wie der freiwillige Einsatz des Helms und ggf. Hand-/Knie- oder Ellenbogenschutz.
    Abschließend kann ich nur sagen, dass sich an meiner Einstellung zur Mikromobilität über all die Jahre nichts geändert hat und ich weiterhin so begeistert wie am Anfang bin. 
    Das Lächeln ist geblieben und ich kann Ihnen garantieren, dass es ansteckend ist!
     
    Demo #3 in Berlin „Legalisierung aller EKF“  
    Soviel zu meinen 10 wichtigsten Gründen, um so viele Autofahrten wie möglich gegen ein Fahrzeug aus dem Bereich der Mikromobilität zu tauschen. 
     
    Was denken Sie? Könnte das funktionieren? Gründe übersehen? 
     
    Lassen Sie es uns im Kommentarbereich wissen.
     
    Der Beitrag 10 Gründe für Mikromobilität erschien zuerst auf Electric Empire.
    Gesamten Artikel anzeigen
  20. Thanks
    Falke reacted to hardy_harzer in EE: Verschiedenes!   
    Mikromobilität liegt vermutlich in den nächsten Monaten im Bereich Veranstaltungen gefühlt am Boden, da es auf den ersten Blick sehr wenig Möglichkeiten für Hersteller oder uns als Verband gibt, Fahrzeuge vorzustellen oder auch zum testen an interessierte Nutzer auszugeben.
    Deshalb freue ich mich umso mehr wenn unsere Community dort draußen mit ihren Fahrzeugen für eine andere neue Art der Mobilität legal Werbung fährt.
    home&smart
    Auch die Presse hat Electric Empire weiterhin als Verband regelmäßig im Fokus und nimmt unser unermüdliche Engagement im Bereich Mikromobilität war. DANKE! an home&smart für den Artikel über den Bundesverband EKF. Die enorme Reichweite dieses Verbraucherportals, das regelmäßig über E-mobilität /Fahrzeuge informiert, führend in seinen Themenbereichen ist und auf dem Experten auch aus dem Emob-Bereich fundierte Beiträge exklusiv veröffentlichen, kann dem Verband wertvolle Unterstützung bieten und dessen Bekanntheit erhöhen.
    öffentliche Wahrnehmung
    Natürlich beantworten wir Interviewanfragen gerne und umgehend, sind aber zum Thema „Fahrzeuge ohne Lenkstange“ immer wieder aufs neue erschrocken mit welchen „hemdsärmeligen“ Behauptungen unsere Kritiker unterwegs sind.
    Selbstgefährdung der Fahrer (abruptes Bremsen, Richtungsänderung, Instabilität) Fremdgefährdung (insbesondere von Fußgängern durch nicht erlaubte Benutzung von Gehwegen). und die Situation, dass „Geräte ohne Lenkstange“ teilweise mit Versicherungen unterwegs sind ins Reich der „Fake News“ verwiesen. Bei solchen Behauptungen kommt mir sofort die Diskussion vom letzten Jahr in den Sinn wo der Ausbau der Unfallchurigien auf Grund des Starts der EKFV am 15.06.2019 gefordert wurde. Überraschender Weise ist genau das Gegenteil eingetreten und ich habe heute meinen E-Tretroller für 17Euro versichern können.
    Wäre auch im letzten Jahr die angekündigte „Ausnahmeverordnung“ erlassen worden, dann wäre auch für diese Fahrzeugklasse eine Regelung in Kraft, um legal und versichert unterwegs zu sein. Jetzt – bereits 10 Monate später – würden die ersten Statistiken vorliegen und mit diesen Zahlen könnte das vermeintlich hohe Potenzial an „Selbstgefährdung“ untermauert bzw. widerlegt werden.
    STVO Novelle
    Für den Bereich Straßenverkehr möchte ich die kürzlich vom Verkehrsministerium verabschiedete STVO-Novelle ansprechen. Dort wurden sicherlich viele gute und wichtige neue Punkte etabliert. Was mir beim ersten lesen, aber weiterhin auffällt ist die Nähe des Elektrokleinstfahrzeuge zum Fahrrad. Aber in manch anderen Punkten will man davon dann wider nichts wissen:
    Das „Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern“ und „Mindestüberholabstand für Kfz“ gilt das auch für EKF? Der Grünpfeil bleibt ausschließlich den Radfahrern vorenthalten? Einrichtung von Fahrradzonen auch für Elektrokleinstfahrzeuge ist jetzt neu oder gab es diese Regelung schon vorher? Radschnellwege zukünftig exklusiv nur für Räder? Aber EKF müssen doch zwingend einen Radweg nutzen wenn dieser vorhanden ist. Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen für EKF?   Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrende in Gegenrichtung, soll nur für Radfahrende geprüft werden? EKF = Fahrrad ?
    Gäbe es hier ein einheitliches „Wording“ wie EKF=Fahrrad wäre sicherlich allen geholfen und Antworten auf Fragen wie
    „unser Rad und Fußweg ist so beschildert. Meines Erachtens für Escooter verboten zu benutzen. Korrekt?“
    wären nicht:
    „Als e Scooter bist du sowas wie ein Fahrrad.“ oder „Du kannst da problemlos fahren…“
    Leider ist mit dieser Ansicht die nächste Diskussion mit der Polizei vorprammiert. Eine ähnliche Falschwahrnehmung beobachtet man im Bereich der Promillegrenze im Zusammenhang mit Alkohol auf dem E-Scooter schon länger.
    Trotzdem möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass es auch einfache und schnelle Entscheidungen geben kann. Die Stadt Berlin sorgt gerade für positive Aufmerksamkeit mit der Schaffung von temporären Radstreifen. So wird schnell und einfach mehr sicherer Platz für die „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer geschaffen und warum sollte es dann nicht auch Möglichkeiten geben um eine tempöräre lokale Ausnahmeverodnung für Geräte ohne Lenkstange zu erteilen?
    Wie sind eure Beobachtungen dazu und wie nehmt ihr das gegenseitige Miteinander im Straßenverkehr wahr? Sind Fahrzeuge ohne Lenkstange wirklich so gefährlich oder ist das nur die Angst vor dem Unbekannten?
    Schreibt mir in die Kommentare!
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    Falke got a reaction from hobscotch in Statement zu "Geräten ohne Haltestange"   
    Das Argument Fremdgefährdung ist extrem schwach, es gibt da draußen Unmengen von Fahrzeugen, die um ein Vielfaches gefährlicher sind und trotzdem erlaub sind. Das ist einfach nur vorgeschoben. Und was hat eine Lenkstange damit zu tun, ob ich unerlaubt auf dem Fußweg fahre? Das wahre Argument ist eher, dass man nicht mehr EKFs auf den Straßen haben will als notwendig und kein Interesse an einer Verkehrswende hat.

    Selbstgefährdung kann man diskutieren und wenn man ungeübt ist kann man stürzen, aber genauso kann man vom Fahrrad stürzen wenn man noch nie vorher Rad gefahren ist oder mit einem Auto wo gegen fahren wenn man nie in der Fahrschule war.
    Man könnte zur Not für diese Geräte auch gerne einen Fahreignungstest oder sowas vorschreiben.
     
    Im Gegensatz zu E-Rollern sind E-Boards und Einräder von sich aus fahrstabil, eine Lenktange würde die Sicherheit gefährden weil man nicht mehr nach vorne ablaufen kann.

    Und das wichtigste Argument: Überall anders auf der Welt wird keine Unterscheidung nach Lenkstange getroffen, sind die Fahrzeuge im Ausland ungefährlicher?
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    Falke got a reaction from Beetle in Support Klage für ALLE Elektrokleinstfahrzeuge   
    Das beschreibt ziemlich gut das Problem.
    Die Fahrzeuge sind KFZ-Steuerpflichtig aber es gibt keine Möglichkeit seine KFZ-Steuer zu bezahlen.
    Wir benötigen eine Versicherung aber es ist kaum möglich eine zu bekommen.
    Wir benötigen einen Führerschein aber kein Mensch kann sagen, welcher Führerschein nötig ist.
     
    Irgendwie kommt es mir vor, als würden wir versuchen den Passierschein A38 zu bekommen. Wir müssen die Bürokratie mit ihren eigenen Waffen schlagen.
    Vielleicht kann man sich selber wegen Steuerhinterziehung anzeigen und sagen man möchte die KFZ-Steuer für sein E-Skateboard nachzahlen, dann weiß aber Niemand wie man die Steuer und das Strafmaß berechnen soll und das ganze System explodiert...
     
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    Falke got a reaction from Dudelsack in EE Podcast: eSkateboards - Interview mit JayKay und Evolve   
    Es wäre interessant mal Jemanden aus der Versicherungsbranche als Gast zu bekommen
  24. Thanks
    Falke got a reaction from hardy_harzer in EE Podcast: eSkateboards - Interview mit JayKay und Evolve   
    Es wäre interessant mal Jemanden aus der Versicherungsbranche als Gast zu bekommen
  25. Thanks
    Falke got a reaction from hardy_harzer in Statement zu "Geräten ohne Haltestange"   
    Das Argument Fremdgefährdung ist extrem schwach, es gibt da draußen Unmengen von Fahrzeugen, die um ein Vielfaches gefährlicher sind und trotzdem erlaub sind. Das ist einfach nur vorgeschoben. Und was hat eine Lenkstange damit zu tun, ob ich unerlaubt auf dem Fußweg fahre? Das wahre Argument ist eher, dass man nicht mehr EKFs auf den Straßen haben will als notwendig und kein Interesse an einer Verkehrswende hat.

    Selbstgefährdung kann man diskutieren und wenn man ungeübt ist kann man stürzen, aber genauso kann man vom Fahrrad stürzen wenn man noch nie vorher Rad gefahren ist oder mit einem Auto wo gegen fahren wenn man nie in der Fahrschule war.
    Man könnte zur Not für diese Geräte auch gerne einen Fahreignungstest oder sowas vorschreiben.
     
    Im Gegensatz zu E-Rollern sind E-Boards und Einräder von sich aus fahrstabil, eine Lenktange würde die Sicherheit gefährden weil man nicht mehr nach vorne ablaufen kann.

    Und das wichtigste Argument: Überall anders auf der Welt wird keine Unterscheidung nach Lenkstange getroffen, sind die Fahrzeuge im Ausland ungefährlicher?
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