hardy_harzer Geschrieben vor 4 Stunden Geschrieben vor 4 Stunden Das Mitnahmeverbot für private Elektrokleinstfahrzeuge in vielen öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland ist weiterhin traurige Realität. Mit mittlerweile Externe Links nur für Mitglieder sichtbar auf Deutschlands Straßen ist klar, dass wir hier nicht von einer Eintagsfliege sprechen. Das Verbot ist ein massiver Rückschlag für unzählige Pendler und die urbane Mobilität. Doch die Community wehrt sich – und die Wissenschaft hört nun auch zu! Erinnern Sie sich an unseren Artikel „“? Wir haben damals die Hintergründe des aktuellen Verbots beleuchtet: eine von der Hamburger Hochbahn 2023 in Auftrag gegebene , die nach Brandvorfällen im Ausland die Sicherheit von E-Scooter-Akkus in Deutschland in Frage stellte. Schon damals kritisierten wir die Scheinheiligkeit, mit der Pedelecs – deren Akkutechnologie praktisch identisch ist – von der Regelung ausgenommen wurden, während die in Deutschland nach strengen Kriterien (eKFV) zugelassenen eKF pauschal verurteilt werden. Was hat sich seitdem geändert? Kurz gesagt, bisher leider GAR NICHTS! Die Tinte unter den Verbotsschildern ist schon lange trocken, und die Konsequenzen sind für viele private Nutzer alltäglich spürbar. Der E-Scooter, für viele das perfekte Werkzeug für die erste und letzte Meile, ist seiner größten Stärke beraubt worden: der Intermodalität. Das tägliche Pendeln, die flexible Kombination aus eigener Motor-Kraft und öffentlichem Nahverkehr, ist für sehr viele Besitzer, auch mir persönlich, massiv erschwert worden. Das Versprechen einer flexiblen, auto-unabhängigen Mobilität bekommt einen tiefen Riss. Gerade jetzt bei Benzinpreisen von 2Euro suchen viele Bundesbürger nach Alternativen. Die Diskussion hat sich jedoch weiterentwickelt. u.a. auch von TÜV und VDV zeigen, dass die Debatte um die Verhältnismäßigkeit des Verbots in vollem Gange ist. Die Kernfrage bleibt: Warum werden deutsche Fahrzeuge mit einer der weltweit strengsten Sicherheitsprüfungen (der deutschen Allgemeinen Betriebserlaubnis) ausgeschlossen, während andere, weniger regulierte Fahrzeuge weiterhin erlaubt sind? Neues Forschungsprojekt Electric Empire bringt sich aktiv in die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas ein und unterstützt das Forschungsprojekt „Sicherheit von E-Scootern im ÖPNV – Verkehrliche Auswirkungen eines Mitnahmeverbots“ der Frankfurt University of Applied Sciences. Die Wichtigkeit dieses Vorhabens wird durch die Förderung des Landes Hessen zusätzlich unterstrichen. Bereits im Mai 2025 haben wir unsere Unterstützung mit einem Letter of Intent (LOI) zugesichert und die Details der Zusammenarbeit bei einem Treffen mit der Projektleitung im August 2025 in Berlin konkretisiert. Als Bundesverband bringen wir unsere Expertise, die Erfahrungen unserer Mitglieder und euch der Community direkt ein, um sicherzustellen, dass die wissenschaftliche Analyse die Realität der Nutzer und des aktuellen technischen Rahmens widerspiegelt und eine solide Grundlage für mögliche zukünftige politische Entscheidungen schafft. Darüber hinaus muss auch die wichtige Stimme des aktiven Nutzers, also EUCH dort draußen, gehört werden. Für unzählige Pendler war und ist die Mitnahme ihres Elektrokleinstfahrzeugs im ÖPNV der entscheidende Grund für die Anschaffung. Er ist ein Schlüssel, um die Lücke zwischen Haltestelle und Haustür oder Arbeitsplatz schnell, günstig und umweltfreundlich zu schließen. Wir müssen leider draußen bleiben! Ist das Verbot noch haltbar? Aus unserer Sicht: Nein. Ein pauschales Verbot, das auf einer fragwürdigen Grundlage beruht und technologisch ähnliche Fahrzeuge ungleich behandelt, ist nicht zukunftsfähig. Es konterkariert die Ziele der Verkehrswende, indem es eine bewährte und nachweislich beliebte Alternative zum Auto unattraktiv macht. Statt eines reflexartigen Verbots brauchen wir eine differenzierte und lösungsorientierte Debatte. Statt einer innovationsfeindlichen Verbotspolitik fordern wir einen konstruktiven Dialog über echte Lösungen. Das Problem des Brandschutzes ist real, wie weltweite Vorfälle mit Kleinst-Elektrofahrzeugen beweisen, und darf nicht ignoriert werden. Die Lösung kann aber nicht in einem pauschalen und widersprüchlichen Verbot für eine einzelne Fahrzeugklasse liegen. Wir fordern: Anerkennung der bestehenden Sicherheitsstandards: Statt eines neuen Siegels fordern wir die Anerkennung der bereits existierenden, hohen Sicherheitsanforderungen, die die eKFV vorschreibt. Für die Erteilung der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) muss jeder Akku nachweislich strenge Tests bestehen. Diese prüfen die Widerstandsfähigkeit gegen Kurzschluss, Überladung und mechanische Beschädigung. Es muss anerkannt werden, dass dieser Prüfstandard ein hohes Maß an Brandsicherheit gewährleistet, das bei vielen anderen zugelassenen Elektrofahrzeugen so nicht dokumentiert ist. Anstatt diese geprüften Fahrzeuge pauschal zu verbieten, sollten diese Standards als ausreichend für die Mitnahme im ÖPNV anerkannt werden. Klare Regeln für alle, nicht für jeden etwas: Wenn die Sicherheit von Akkus die Sorge ist, dann müssen für alle im ÖPNV transportierten Elektrofahrzeuge klare, einheitliche und strenge Sicherheitsnormen gelten – von E-Bikes über Pedelecs bis hin zu E-Scootern. Eine Ungleichbehandlung ist nicht zu rechtfertigen. Hier wurde die Chance verpasst, mit der letzten eKFV-Novelle von April 2026 bereits nachzusteuern und eine allgemeingültige Regelung zu schaffen. Aufklärung statt Panikmache: Eine sachliche Informationskampagne über den sicheren Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus und die Qualitätsunterschiede der Fahrzeuge schafft mehr Sicherheit als ein undifferenziertes Verbot. Das pauschale Verbot ist ein Schritt in die falsche Richtung. Es bestraft nämlich jene privaten Nutzer, die ihre Fahrzeuge verantwortungsvoll in die Mobilitätskette integrieren wollen. Lasst uns gemeinsam durch eine rege Teilnahme an der SivESco-Studie die Daten liefern, die zeigen, dass der E-Scooter Teil der Lösung und nicht des Problems ist. Einleitung zur Umfrage Wir rufen daher die gesamte Community auf: Nehmt an dieser Umfrage teil! Eure Stimme zählt! Teilen, weitersagen und Feedback ausdrücklich dazu erwünscht! Zitieren
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