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hardy_harzer

Elektro-Skater
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  1. Normalerweise sitzt man Anfang Dezember zuhause, plant die besinnlichen Tage zur Weihnachtszeit und überlegt sich, mit welchen tollen Geschenken man seine Liebsten am Heiligabend beschenken könnte. Vielleicht dieses Jahr nun doch ein Elektrokleinstfahrzeug? Oder wie der Europäer sagen würde: „a Personal Light Electric Vehicle“. Aber was ist in diesen Zeiten noch normal? EU Norm 17128 Historie Bevor ich zum eigentlichen Punkt komme, möchte ich kurz ins Jahr 2018 zurückgehen, als der erste Entwurf der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung zusammen mit der BAST-Studie im Sommer vorgestellt wurde. Damals hatte man von Seiten des Verkehrsministeriums noch den groben Plan, die eKFV auf Basis der prEN 17128:20xx aufzubauen. An dieser EU-Norm wurde seit Februar 2017 gearbeitet und man plante diese vermutlich pünktlich fertigzustellen, um eine einheitliche Basis für alle Kleinstfahrzeuge innerhalb Europas zu bilden. Genau zu dieser Zeit habe auch ich das erste Mal von ihr gehört und verfolge seitdem regelmäßig den Fortgang dieser in meinen Augen so wichtigen Norm. Das passt schon…. Leider ging am Ende der Plan nicht auf und Andreas Scheuer musste seinen mit heißer Nadel gestrickten eigenen Entwurf der eKFV innerhalb von 3 Monaten durch die Europäische Kommission gepeitscht, um dann pünktlich am 15.06.2019 die abgespeckte Verordnung ohne Berücksichtigung der Fahrzeuge ohne Lenkstange vorstellen zu können. Der Rest dieser tollen Kamingeschichte über Schwimmnudeln, Gehwegchaos und die Haltbarkeit von E-Scooter-Akkus wird sicherlich noch jedem in den Ohren klingen. Nun ist heute die BAST-Studie 1.0 die Grundlage für die aktuelle eKFV in Deutschland und es ist weiterhin keine konstruktive Aufarbeitung seitens des BMVI für alle Fahrzeuge mit und ohne Lenkstange in Sicht, wenn wir die aktuell laufende Studie über E-Scooter der VUFo Dresden und BAST einmal außen vorlassen. Übersicht Fahrzeugklassen 17128 Da fehlt doch was? Aber ich schweife ab; aufgrund von nicht weiter bekannten Verzögerungen im Brüssler Freigabeprozess wurde die Arbeit an der EU-Norm 17128 von Seiten des Ausschusses weiter fortgeführt und erreichte in diesem Jahr nun endlich ihren finalen Entwurf. Fast genau zu dieser Zeit und im Zusammenhang mit der Diskussion über die aktuelle Petition informierte ich mich wieder einmal über den aktuellen 17128-Status. Nach dem ersten Überfliegen des fast 100-seitigen Entwurfs der Norm war ich guter Dinge, im nächsten Jahr endlich ein Dokument an die Hand zu bekommen, welches für Hoverboards, MonoWheels, E-Scooter und auch Elektro-Skateboards die neue Basis bilden könnte oder wie Herr Tolkien so treffend schrieb „One Ring to rule them all„. Brüssel wir haben da ein Problem! Welches Fahrzeug ich aber beim ersten Überfliegen und dann auch beim zweiten Mal lesen nicht gefunden habe war das „Elektro-Skateboard“. Ich habe mir dies zunächst schön geredet mit dem Satz „die werden schon wissen was sie tun!“ und gehofft die Antwort sei zwischen den Zeilen des Entwurfs zu finden. Es ließ mir dann jedoch keine Ruhe und ich kontaktierte zusätzlich den Vorsitzenden von eSkave Lars Stühlen, um ihn nach seiner Meinung zu fragen. Als auch er meinte „Hey, die Skateboards fehlen!“, haben wir uns gemeinsam aufgemacht und den Ansprechpartner des Ausschusses Herrn Legrand kontaktiert. Nachdem er uns empfahl, uns mit unserem Anliegen an die DIN zu wenden – Zitat „As you are based in Germany, the best is to raise your issue via DIN as indeed amending it is possible.„ EUC sind in der 17128 berücksichtigt Also besprachen Lars und ich die nächsten Schritte, um zum Einen den Mitgliedern des Ausschusses aufzuzeigen, dass sie ein sehr wichtiges Fahrzeug vergessen haben und gleichzeitig auch zu versuchen, Elektro-Skateboards in die Betrachtung als PLEV mit einzubeziehen. Deshalb setzten wir zusammen einen Brief auf Deutsch und Englisch auf, der diese unbefriedigende Situation für Deutschland und auch all unsere Nachbarn innerhalb der EU thematisiert. Wir halten es für sehr wichtig, mit dieser Zusammenfassung auf unsere Freunde im In- und Ausland zuzugehen und sie zusätzlich für dieses Thema zu sensibilisieren. Denn auch im Ausland müssen wir Mitstreiter finden, die auf ihre dortigen nationalen Behörden zugehen. Leider nichts vorbereitet Der zuständige Kontakt der DIN hat sehr schnell geantwortet und uns bestätigt, dass Elektro-Skateboards nicht versehentlich vergessen wurden. Leider wurde uns nicht viel Hoffnung auf schnelle Anpassung gemacht, vielmehr verwies man uns auf die Möglichkeit, eine eigene Norm zu elektrischen Skateboards zu erarbeiten und sich gegebenenfalls auf die entsprechenden, relevanten Passagen aus der EN 17128 zu beziehen. Antwort DIN Soweit so gut bzw. nicht gut! Eigentlich hatte ich immer die Hoffnung, wir bewegen uns irgendwie in Richtung Zukunft, aber leider wurde mir wieder einmal sehr anschaulich klar gemacht wie es läuft, wenn niemand draufschaut bzw. nachfragt! Es wird eben wieder OHNE UNS genormt und verordnet und die Realität wird ausgeblendet. Zusätzlich frage ich mich, was passiert, wenn "völlig überraschend" neue Fahrzeuge im Bereich Mikromobilität auf den Markt drängen? Gibt es dann auch wieder eine neue Norm, die auf "relevante Passagen" verweist? National fehlt mir sogar aktuell komplett die Fantasie, wie ein passender Prozess zur Entscheidungsfindung auf den Weg gebracht werden kann! Die 17128 ist keine Verordnung sondern eine Norm d.h. kein Gesetzestext. Da diese Norm wohl demnächst im Amtsblatt der Maschinenrichtlinie aufgeführt wird, kann man maximal davon ausgehen, dass PLEVs als Maschine im Sinne der Maschinenrichtlinie eingestuft werden. Dies ist allerdings nur wichtig für eine CE Kennzeichnung, nicht für das KBA, Versicherungen und/oder Politik und unsere Legalisierungsversuche. Trotzdem wurde aus meiner Sicht die Chance auf EU Ebene verpasst ein Zeichen zu setzen und die aktuelle leichte Mobilität mit all ihren Fahrzeugen und Facetten in einer Norm abzubilden! Nun wird es doch wieder eine Patchworkdecke wo wir jährlich neue Mobilitätsflicken ranbasteln. Wir haben doch alles – Gehweg, Fahrrad und DAS AUTO! Bleibt gesund und frohes Fest! Der Beitrag (K)eine Norm für ALLE erschien zuerst auf Electric Empire. Gesamten Artikel anzeigen
  2. Nein, eigentlich nicht. „Die Behörden und Beamten des Polizeidienstes haben Straftaten zu erforschen und alle keinen Aufschub gestattenden Anordnungen zu treffen, um die Verdunkelung der Sache zu verhüten.“ (§ 163 StPO). Theoretisch riskieren Polizisten beim Wegsehen sogar eine höhere Strafe (für „Strafvereitelung im Amt“) als z.B. der Drogenbesitzer. Wie definierst Du "Wegsehen" oder "viel schlimmeres" ? Ich kann mir vorstellen, dass es viele Bürger gibt die das ahnden von diesen Straftaten sehr wohl als wichtig empfinden und hier keinen "Kavaliersdelikt" sehen. Primär steht in unseren Fall für die Polizei der "Opferschutz" im Vordergrund. Es kann immer was passieren und dann bist Du mit Deinem Skateboard nicht versichert um ggf. andere Verunfallte zu entschädigen. ....und JA mir passt es auch nicht, dass ich ich mich schon lange nicht mehr in Berlin nach dem Motto "Fahrt unauffällig ! Vorsichtig, Umsichtig " fortbewegen kann sondern selbst damit nicht mehr weiterkomme. Genau deshalb heisst es aktiv öffentliche Stellen aufklären und uns als umsichtige Gemeinschaft darzustellen. Erst wenn viele Zweifler den Vorteil erkennen wird sich etwas ändern, bleiben wir weiterhin nur die "schimpfende kleine Truppe" bleibt alles beim Alten und jeder wird eben rigoros verknackt.
  3. Nelson und ich wollen dieses neue Format nun regelmässig alle 14 Tage wiederholen um mit Gästen zusammen über aktuelle Themen aus dem Bereich Mikromobilität zu sprechen. Diskutiert mit und schlagt neue Themen vor: https://www.youtube.com/channel/UChWIW0FR0BhLevao4tPFMNQ
  4. Danke fürs Feedback. Ich denke der zentrale Punkt ist: "Erhöhe ich zum Beispiel an meinem PEDELEC die Endgeschwindigkeit von 25 km/h auf 50 km/h, dann bedeutet das sich die technischen Belastungen des Fahrrads sich nicht verdoppeln, sondern vervierfachen. Dies bedeutet z.B. das die verbaute Bremsanlage aber auch Schweißnähte des Rahmens und der Gabel weiterhin allen Test bei dieser erhöhten Geschwindigkeit Stand halten müssen." Ein Auto ist auf 200km/h ausgelegt und getestet, aber nicht jedes Fahrrad, PEDELC etc. hält das Upgrade. Bei einem E-Board oder MonoWheel ist die Endgeschwindigkeit gleich dabei aber unsere tchnischen Überwachungsvereine sehen nicht die "zertifizierte" Grundlage.
  5. Wer sich mit Elektromobilität und leichten Fahrzeugen beschäftigt oder sie selber nutzt wird sicherlich immer wieder durch Postings und Beiträge im Internet oder aufgrund persönlicher Erlebnisse über die maximale Endgeschwindigkeit (s)eines Fahrzeugs nachgedacht haben. In diversen Fachzeitschriften, Online Artikeln oder im Smalltalk zwischen den Nutzern wird das Thema “Frisieren, Tunen oder schneller machen” lebhaft diskutiert bzw. direkt die neuesten Tipps und Tricks ausgetauscht. Aber wieso ist das immer wieder so ein Thema bei den Nutzern von Fahrrädern, Pedelecs, oder E-Scootern? Sind die Vorgaben des Gesetzgebers einfach nur falsch oder ist Deutschland ein Land aus Speed Junkies die nicht schnell genug und rücksichtslos von A nach B gelangen können? Überblick Fahrzeuge Im ersten Schritt schauen wir zuerst auf verschiedene Fahrzeugklassen und welche Unterschiede sich daraus ergeben : E-Scooter (Fahrzeugart Elektrokleinstfahrzeug) dürfen bis max. 20 km/h und einer Motorleistung von 500 Watt von Bürgern ab 14 Jahren im Straßenverkehr genutzt werden. Dafür benötigt man keinen Führerschein oder Helm. Aufgrund der Einstufung als Elektrokleinstfahrzeug wird aber vom Gesetzgeber eine Versicherungsplakette verlangt. PEDELEC (Fahrzeugart Fahrrad) bis max. 25 km/h dürfen Nutzer ihr per Hilfsmotor “tretunterstüzendes” Fahrrad mit einer Motorleistung von 250 Watt im Straßenverkehr nutzen. Dafür benötigt man keinen Führerschein, Versicherung oder Helm. Unfallschäden werden über die vorhandene Haftpflicht abgedeckt. S-PEDELEC (Fahrzeugart Kleinkrafträder, Klasse L1e-B) kann eine maximal unterstützte Geschwindigkeit von 45 km/h erreichen, wobei die maximale Nennleistung des Motors bei 500 Watt liegt. Damit dieses ausschließlich auf der Straße gefahren werden darf, muss der Nutzer 16 Jahren alt sein, einen Helm tragen, den Führerschein AM (Kleinkraftrad) und eine Versicherung vorweisen. Fahrzeuge ohne Lenkstange (Fahrzeugart Kraftfahrzeug) Mono-/OneWheel oder E-Board liegen aufgrund der weltweit nicht einheitlichen Vorgaben für die in diesem Bereich tätigen Hersteller bei +/- 2000W pro Motor und einer Endgeschwindigkeit von ca. 40 km/h. Aktuell gelten sie in Deutschland als Kraftfahrzeuge. Aufgrund der fehlenden Fahrzeugklasse gilt das Fahren auf deutschen Straßen ohne vorhandene Betriebserlaubnis und Versicherung als Straftat im Bezug auf das Pflichtversicherungsgesetz. E-Scooter als „Lastenesel“ Historisch gewachsen Außerhalb der Betrachtung möchte ich gerne noch drei zusätzliche sehr bekannte Fahrzeuge zum Vergleich aufführen: Fahrräder erreichen generell per Muskelkraft aufgrund von Aufbau, Fahrer und Technik die unterschiedlichsten Geschwindigkeiten von 15-40 km/h und sind ohne Versicherung und Helmpflicht auf deutschen Straßen erlaubt. Inlineskates gelten nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 19. März 2002 im Straßenverkehr als „besondere Fortbewegungsmittel“. Demnach sind sie wie Fußgänger zu behandeln: Sie müssen auf dem Gehweg, kombinierten Geh- und Radwegen oder in Fußgängerzonen fahren; Radwege sind tabu, sofern sie nicht durch ein Zusatzzeichen für Skater freigegeben sind. Auf Landstraßen ohne Gehweg müssen sie sich am äußersten linken Rand halten. Auch hier spielt der Nutzer und die Technik eine enorme Rolle und es können die unterschiedlichsten Geschwindigkeiten von 15-40 km/h erreicht werden. Pro Inline Skates Skateboards oder wie in der Tagesschau vom 09.05.1977 als gefährliche Rollbretter bezeichnet kommen in den Vorschriften zum Verkehrsrecht gar nicht vor. Sie können nach § 24 STVO besondere Fortbewegungsmittel eingestuft werden. Im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen wie Inlinern oder (Tret-)Rollern werden Skateboards nicht explizit benannt. Manche Juristen sehen sie hingegen als Sport und Spielgeräte, wodurch sie grundsätzlich nicht auf der Fahrbahn sowie dem Seitenstreifen gefahren werden dürften. Unabhängig der Einstufung erreicht man auch hier per Muskelkraft und Übung auf Geh-, Radweg oder Straße problemlos Geschwindigkeiten von 20-25 km/h. populäre Form eines Skateboards Am Ende bleibt es Physik Die weiter oben aufgeführten 5 Fahrzeugklassen unterscheiden sich nur teilweise in ihrer Art des Antriebs und den damit verbundenen unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten, aber ihre Nutzer plagt manchmal das gleiche Problem, die Geschwindigkeit! Rein physikalisch betrachtet gibt Geschwindigkeit an, wie schnell oder wie langsam sich ein Körper bewegt. d.h. egal ob mit Muskelkraft oder Motor am Ende ist es die gleiche physikalische Energie. z.B. macht es keinen Unterschied ob ein 110 kg schwerer Nutzer mit einem Fahrrad oder mit einem E-Scooter bei 20km/h in einen Unfall verwickelt wird. Die Bewegungsenergie bleibt die gleiche und die Fahrzeugart spielt somit keine Rolle. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet bekommt das gerade überall sehr beliebte Lastenfahrrad mit einem Durchschnittsgewicht von 35 – 70 kg plus „Beispiel Nutzer“ von 110 kg und einer möglichen Zuladung von mehreren hundert Kilo eine etwas andere Tragweite. Aber trotzdem kommt niemand auf die Idee Menschen > 100kg die Nutzung von dieser Art Fahrzeugen zu untersagen! PEDELEC Lastenrad – 275Kg Bike + Rider + Load KFZ oder Fahrrad Der E-Scooter als langsamstes Fahrzeug dieser Gruppe hat mit der Einstufung als Kraftfahrzeug vermutlich am meisten zu kämpfen. Auf den ersten Blick fühlt sich das Fahren ohne Helm mit fast 20 km/h ausreichend an, aber viele der Nutzer die sich beim täglichen Weg zur Arbeit auf dem Radweg einordnen, bekommen schnell Probleme wenn der trainierte Radler hinter ihnen klingelt oder der entspannte „ältere“ PEDELEC Nutzer mit 25km/h vorbeifährt. Auch fällt für den geübten eKF Nutzer das Überholen gänzlich flach wenn man hinter einem sehr “langsamen” Zeitgenossen mit 18 km/h hinterher fahren muss, da das eigene Kleinstfahrzeug manchmal schon mit 18,5 km/h am Limit seiner Leistung ist. Liegt das eigene Körpergewicht bei z.B. >95kg oder das angepeilte Ziel am Ende einer Steigung wirkt sich das nochmal negativ auf die Endgeschwindigkeit aus. Muss das sein? Dagegen könnte man meinen, dass sich die > 6 Millionen PEDELEC Nutzer in Deutschland im seligen Fahrradparadies befinden und entspannt für Ausflüge oder zur Arbeit ihr Gefährt nutzen. Aber auch hier scheinen viele der Nutzer mit ihren “Speed Limit” von 25 km/h nicht ganz zufrieden zu sein. Man wolle doch nur im fliessenden Verkehr „mitschwimmen“ heißt es oft als Begründung für den technischen Eingriff am Fahrrad. Der Tuning Markt ist deshalb ein lohnendes Geschäft und die Polizei vermutlich meist am Rande ihrer Kontrollkapazitäten. Von Seiten der Hersteller beobachtet man diese Situation kritisch, aber profitiert gleichzeitig davon wenn das Geschäft floriert. Das aktuell prominentes Beispiel zu diesem Thema ist das aktuelle Durchgreifen der Berliner Fahrradstaffel im Bereich “getunte” Elektro-Gravel-Bikes der Marken VanMoof und Cowboy. Der vermeintliche “King of the Road” ist man mit einem S-PEDELEC wenn auf der Straße das eKF, Fahrrad, PEDELEC oder manches Mofa mit 40 Sachen im Spiegel schnell kleiner werden. Leider sprechen die Verkaufszahlen eine ganz andere Sprache und daher führen diese Fahrzeuge auch vielmehr ein Nischendasein auf deutschen Straßen. Vermutlich will niemand mit Versicherung, Helm und Führerschein fest auf die Straße verbannt werden um dort wieder als schwächstes Glied gegen LKW und PKW in den Ring zu steigen. Verkehrskontrolle E-Scooter Gehts auch legal? Was macht aber der “gesetzestreue” Bürger den nach illegalem Tuning seines PEDELEC das Gewissen plagt? Genau! Eine Vorstellung beim technischen Dienst zum Gutachten und zur Erlangung einer Betriebserlaubnis wären ein Schritt in die “legale” Richtung. Damit wird überprüft ob das Fahrzeug ggf. die Anforderungen für Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr erneut bzw. immer noch erfüllt. Natürlich muss jedem klar sein, dass je schneller oder je stärker ein Fahrzeug ist auch die technischen Anforderungen exorbital steigen. Erhöhe ich zum Beispiel an meinem PEDELEC die Endgeschwindigkeit von 25 km/h auf 50 km/h, dann bedeutet das sich die technischen Belastungen des Fahrrads sich nicht verdoppeln, sondern vervierfachen. Dies bedeutet z.B. das die verbaute Bremsanlage aber auch Schweißnähte des Rahmens und der Gabel weiterhin allen Test bei dieser erhöhten Geschwindigkeit Stand halten müssen. Die „neuen“ Wilden? Wo wir grad bei “40 Sachen” sind, als Sie weiter oben von einem Elektroskateboard mit 40km/h gelesen haben, konnte ich mir lebhaft ihr Gesicht vorstellen! Waaas 40 km/h? Wie ich dazu bereits schrieb gibt es aktuell für Fahrzeuge ohne Lenkstange keine Regelung in Deutschland und denken Sie bitte daran das die hohe Leistung dieser Fahrzeuge natürlich auch zum bremsen benötigt wird. Dazu kommt, dass man auf einem MonoWheel oder E-Skateboard 40km/h ganz anders wahrnimmt als auf einem Fahrrad und sich deshalb immer gut überlegt wo die Endgeschwindigkeit ausgefahren wird und in welchem Zusammenhang ich mein Fahrzeug nutze. Auch sollte man nicht schneller fahren als man im Ernstfall “auslaufen” kann. Der Elektromotor trägt auf jeden Fall zur Sicherheit bei, weil jederzeit die Geschwindigkeit der jeweiligen Situation angepasst werden kann. Deshalb sehe ich den geübten Umgang mit einem elektrischen Gefährt sehr wohl als verkehrstauglich an. In diesem Zusammenhang wird in der aktuellen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung z.B. eine Nenndauerleistung für Geräte mit Lenkstange von nicht mehr als 500 Watt, oder von nicht mehr als 1400 Watt vorgeschrieben, wenn mindestens 60 Prozent der Leistung zur Selbstbalancierung (Segways) verwendet wird. Bremstest mit Eöeltro-Skateboard unser Vorschlag Somit wäre es wünschenswert wenn der Gesetzgeber eine angemessene Wattzahl von z.B. 2000 Watt bei den noch nicht gesetzlich erfassten Fahrzeugen ohne Lenkstange zulässt um den wichtigen Bremsvorgang mit genug Leistung sicher zu ermöglichen. Helm/Schutzausrüstung werden von Seiten der Anwender in fast allen Fällen bereits genutzt und die Übernahme der Eckdaten wie Helmpflicht, Führerschein AM und eine Versicherung aus der S-PEDELEC Klasse sollte eine annehmbare Möglichkeit zur legalen Nutzung dieser Fahrzeuge sein. Wie damals am Moped Die Community aller Lager ist in jedem Fall sehr kreativ wenn es darum geht die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit unbemerkt zu umgehen. Bei manchem E-Scooter passt nur noch das Gehäuse zur Allgemeinen Betriebserlaubnis und der Rest wurde mit einem baugleichen “schnelleren” Innenleben ersetzt oder andere werden noch im Elektromarkt vom Kunden per Handy und Bluetooth Schnittstelle in den “Internationalen Modus” befördert. Da alle Hersteller ihre Fahrzeuge für den weltweiten Markt in China anfertigen und diese dann meist nur mit wenigen Anpassungen für den deutschen Markt vorbereitet werden, sind es am Ende nur kleine geübte Handgriffe um diverse Fahrzeug zu entsperren. Polizeispiegel Ausgabe September 2020 Teilweise ist solch eine Art von Schwachstelle für manche Verbraucher ein zusätzlicher Kaufentscheid (Off-Roard Modus) bei der Wahl ihres neuen E-Scooter oder PEDELEC. Letztendlich ist es aber egal was Sie manipulieren um die Höchstgeschwindigkeit zu erhöhen, die Allgemeine Betriebserlaubnis, den Versicherungsschutz und auch den Gewährleistungsanspruch des Herstellers verlieren dann alle Tuner beim Einsatz im Straßenverkehr. Auch im Bereich der PEDELECS findet man oft für jedes Fahrrad Anleitungen im Netz um deren Sensoren außer Kraft zu setzen oder zusätzliche Bedienelemente die im Motor die volle Leistung abrufen damit eine höhere Endgeschwindigkeit dabei herauskommt. Warum nur? Mein Antrieb für diesen Artikel war zum einen der Vorschlag eines anerkannten Unfallforschers das Tunen von Fahrzeugen dadurch einzudämmen in dem man eine akzeptable Geschwindigkeiten für alle schafft und zu verstehen worin der Grund bei vielen Nutzern liegt ihre maximale Geschwindigkeit anzupassen? Zitat aus Artikel Die Zeit – Das gefährliche Geschäft mit frisierten Pedelecs “Siegfried Brockmann hat eine Idee, wie man Tunen unattraktiv machen könnte: indem man die Höchstgeschwindigkeit für normale Pedelecs erhöht. Vielen E-Bike-Fahrern sind 25 Kilometer pro Stunde zu langsam, aber sie entscheiden sich gegen ein S-Pedelec, weil sie damit nicht auf Radwegen fahren dürfen, sagt Brockmann. Er schlägt als neue Höchstgeschwindigkeit für Pedelecs 32 km/h vor, das entspricht 20 Meilen pro Stunde.” Zitatende Des Weiteren fließt auch meine persönliche Beobachtung bei der täglichen Nutzung meiner Fahrzeuge mit ein. Mit meinem S-PEDELEC fahre ich herrlich entspannt an allen vorbei aber erreiche nie meine 45 km/h. Hingegen stelle ich mich mit meinem E-Scooter erstmal an der roten Ampel an die Seite und lasse alle Fahrräder vorbei um dann selbst ohne bohrenden Blick meines Hintermanns meine Fahrt mit 19,5 km/h fortzusetzen. Auch die erwähnten 40 km/h auf einem Elektroskateboard oder MonoWheel lässt in mir kein entspanntes Fahren zu, sondern wie bei allen anderen meiner Fahrten auch, wären 30 km/h meine optimale Wunschlösung um die kleine E-Mobilität auf deutschen Straßen im Bereich Geschwindigkeit zu vereinheitlichen. Man darf nicht vergessen, dass es bei der täglichen Nutzung eines Fahrzeugs immer vorrangig um die eigene Gesundheit geht und da ist es für mich unerheblich ob es sich um ein Skateboard, PEDELEC oder MonoWheel handelt. Per Webseite klickt man sich seine neue E-Scooter Software zusammen Eine für Alle! Natürlich gebe ich Ihnen Recht wenn wir nun fiktiv annehmen Berlin setzt das Tempo 30 für wirklich ALLE Verkehrsteilnehmer fest und keiner kann mehr den anderen Überholen. Wo landen wir dann in kritischen Situationen? Aber wäre es nicht nach allen bereits hinter uns liegenden Novellen nicht wirklich einmal Zeit den historisch gewachsenen Regulierungswald aus Fahrzeugklassen auszudünnen, um neue und zukünftige Lösungen praktikabel einbinden zu können? Stelle ich bildlich gesprochen den deutschen Verkehr einem Kino gleich und alle großen und kleinen Fahrzeuge sind dessen Besucher dann würde sich die aktuelle Verkehrssituation dadurch auszeichnen, dass einige wenige Aufstehen können um besser zu sehen und andere dann sehr viel schlechter die Leinwand erblicken können und deshalb nun auch versuchen aufzustehen. Wenn aber am Ende alle aufgestanden sind sehen wieder alle genauso gut oder schlecht wenn keine neue Ordnung der Besucher in deren Reihen erfolgt. Der einfache Nutzer dort draußen wurde doch schon lange abgehängt und ist ohne den Genuß der entsprechenden Fachliteratur völlig aufgeschmissen. Viele nehmen noch immer den E-Scooter als vermeintlichen Roller, Spielzeug oder Fahrrad wahr. An ein KFZ denken dabei die wenigsten. Sicherlich wären 30 km/h mit Helm keine optimale Lösung für viele Verleiher, da vermutlich die Helmpflicht sofort im Windschatten folgt. Schlechte Sicht auf die Leinwand Verkehrswende In der augenblicklichen Situation wird die Verkehrswende deshalb verschlafen, da man im Bereich der mittleren und kleinen Elektromobilität zu viele Regeln und noch mehr Verordnungen schafft ohne den Anwender wirklich mit einzubeziehen. Diesen Beweis tritt in meinen Augen sehr eindeutig das Thema Tuning in all seinen Facetten an, da genau hier der deutsche doch so “Normen treue Anwender” scheinbar doch gerne eigene Fakten schafft und wieder einmal die Polizei am Ende mit hohem Aufwand jede zusätzliche Regelung durchsetzen muss. Nicht ohne mein Auto Nach meiner Vermutung wird bei den meisten Bundesbürgern, welche das Auto als ein über allem schwebendes Statussymbol empfinden, erst ein Umdenken einsetzen wenn Alternativen schnell und einfach genutzt werden können. Das Verkehrsmittel der Zukunft muss deshalb klein, wendig, legal und den gewissen “Iphone Faktor” besitzen damit viele Menschen es haben und einsetzen wollen. Vor allem auch für Pendler in Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, muss es transportabel, platzsparend und einfach zu verstauen sein. Fahrzeuge im Bereich Mikromobilität können ein erster Schritt dazu sein, aber es müssen alle Faktoren stimmen. z.B. halte ich ein Monowheel oder E-Scooter mit maximal 20 km/h deshalb eher für kontraproduktiv. “Getunte” und damit nicht versicherte Fahrzeuge sollten in Zukunft nur noch in absoluten Ausnahmefällen eine Rolle spielen. Mein „geliebtes“ Auto Die “Wohlfühlgeschwindigkeit” der Zukunft sollte bei Nutzern aus allen Bereichen der Mikromobilität eine entsprechende Akzeptanz finden um damit mehr Raum für eine einheitliche neue Art von Fortbewegung zu ermöglichen. Dazu zählt vor allem die Möglichkeit neue Fahrzeuge ausreichend zu testen und von Seiten der Politik mehr Vertrauen gegenüber seinen Bürgern und etwas weniger Bewusstsein nicht auf jede mögliche Eventualität vorbereitet sein zu müssen. Diese Herangehensweise ist zwar bis zu einem gewissen Maße löblich, lässt aber in zu hoher Dosis keinen Freiraum für neue innovative Ideen zu. Anfang 2019 setzte man von Seiten des Verkehrsministerium erste richtige Impulse mit der Ankündigung der “Ausnahmeverordnung” für Fahrzeuge ohne Lenkstange. Leider fehlte am Ende der Mut im “Hause Andreas Scheuer” zur Umsetzung und nur die E-Scooter waren ab dem 15.06.2019 überreguliert auf deutschen Radwegen unterwegs. Die aus dem Bereich der IT bekannte “Abwärtskompatibilität” von Softwareprodukten führte auch dort irgendwann zu mehr Overhead als Nutzen und genauso ist es jetzt im Bereich der Zulassung von neuen Fahrzeugen. Ein KFZ war 1968 zu Zeiten des Wiener Übereinkommens noch ein zu 100% mit Verbrennungsmotor betriebenes Fahrzeug. Heute besitzt der Elektromotor einen ganz anderen Stellenwert durch seine Größe, Leistung und Verbrauch. Es handelt sich dabei um neu zu bewertende Technik und diese darf nicht nach alten Maßstäben betrachtet werden. Früher war ALLES besser? Vieles “aus den guten alten Zeiten” muss nun nicht grundsätzlich abgeschafft werden, allerdings wird es Zeit, vor allem auch für die Politik, sich für Neues zu öffnen und die erforderlichen Freiräume durch Gesetze zu schaffen. Es kann nicht immer nur gefordert werden, daß unsere Städte autofrei werden müssen, im Gegenzug aber sehr schleppend adäquate Grundlagen in Form von zusätzlichen Verkehrsräumen für Alternativen wie z.B. E-Scooter oder Monowheels geschaffen werden. Es muss sicherlich nicht der berühmte “Bierdeckel” sein auf den am Ende alles passen muss, aber dennoch wären erste Schritte zum Verschlanken und Verbessern einiger Prozesse wünschenswert. Der Beitrag Achtung, Sie sind zu langsam! erschien zuerst auf Electric Empire. Gesamten Artikel anzeigen
  6. Wir hatten gestern unsere erste spontane Runde und wollen dieses Format nun regelmässig fortführen. Themen, Vorschläge für Gäste etc. gerne in die Kommentare. Ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen 🙂
  7. Frage an die Community bzw. wie sind eure praktischen Erfahrungen -> Wenn ich mit einem Elektro-Skateboard oder Einrad verunfalle und mir das Bein, die Schulter etc. breche/verletze und jede Menge medizinische Kosten für KH, Krankentransport oder Ärzte enstehen, zahlt das alles komplett meine Krankenkasse? Oder doch besser eine zusätzliche Unfallversicherung abschließen? Unterschiede bei Privat- und Gesetzliche Versicherung? Ich komme deshalb drauf weil "Fahrzeuge ohne Lenkstange" nicht reguliert sind und dann sicherlich der eine oder andere Versicherer sich rausziehen könnte?
  8. Schöne Möglichkeit in der aktuellen November Ausgabe des Polizeispiegels unsere Sicht der Dinge zu schildern #Elektrokleinstfahrzeuge zum Thema "#Mikromobilität". (Seiten 8 & 9). Schaut doch mal rein! Link: https://lnkd.in/dFVvg5v
  9. Schönes Beispiel für das Thema "aktiv nach vorne gehen" und sich und sein Fahrzeug bei entsprechenden Stellen vorstellen. Beispiel User "Maltard" - Er hat einfach mal bei der Verkehrsbehörde in HH angefragt. Sicherlich keine Antwort die wir alle hören wollen aber nur so gehts.
  10. https://umfragen.psych.tu-dresden.de/limesurvey/index.php/76253?lang=de Wir interessieren uns bei unserer Befragung insbesondere auch für die Meinung von E-Scooter-Fahrenden. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn Personen, die bereits mehr Erfahrungen mit Elektrokleinstfahrzeugen haben, daran teilnehmen. Die Umfrage dauert ca. 15-20 Minuten und es werden drei Gutscheine im Wert von je 20 Euro für bike24.de unter allen Teilnehmenden verlost. Gern können Sie den Link in Ihrem Netzwerk verteilen und an Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder weitergeben. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Woche und bedanken uns für Ihre Unterstützung!
  11. Leider nein, das ist keine Verordnung. Es ist eine Norm, also kein Gesetzestext. Da diese Norm wohl im Amtsblatt der Maschinenrichtlinie aufgeführt wird, kann man maximal davon ausgehen, dass PLEVs als Maschine im Sinne der Maschinenrichtlinie eingestuft werden. Dies ist allerdings nur wichtig für eine CE Kennzeichnung, nicht für das KBA, Versicherung und/oder Politik. Positiv gesprochen -> wichtiger Schritt nach vorne und ein pro für die Legalisierung. Ob es unsere Politik umsetzt oder ignoriert ist abzuwarten. Vermutlich wirds Andi nicht mehr reißen. die 17128 sollte schon 2018 die Grundlage für die EKFV bilden aber hat alles zeitlich nicht mehr ganz geklappt. Aber Herr Scheuer wollte trotzdem und hat beim REF24 und der EU Druck gemacht. Das Ergebnis haben wir nun vorliegen.
  12. wir brauchen mehr solche Videos!
  13. aber immer noch mehr als keine nationale Lösung und ein zusätzlicher Schritt zwecks Deinem Posting vom Samstag 🙂
  14. lese ich hier würde ich behaupten April 2021 gibt es eine Verordnung für alle im April 2021? CEN - Technical Bodies - STANDARDS.CEN.EU European Committee for Standardization.
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