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Begode RS 19 C30 (HS)


oldtrapper
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Das hier ist mehr oder weniger die Fortsetzung des Threads "meine elektrische Mobilitätshilfe mit ausgefahrener Haltestange"

 

 

... der ja eigentlich "nur" ein gepostetes Foto war 🙂 , mittlerweile aber etwas mehr Inhalt hat.

 

Heute habe ich zum ersten mal einen mit dem RS nicht mehr befahrbaren Weg in unseren Weinbergen vorgefunden. Bei trockenem Boden ging es noch, heute plötzlich durchdrehendes Rad und die Overpowerbeeps ... da keine Beobachter da waren, rasch abgesprungen und geschoben, nur um festzustellen, wie schwer und anstrengend das ist. Auch ich bin im Matsch nicht so ganz grippig 🙂

 

 

Der Typ in der roten Jacke ging rückwärts und seitwärts, weil er es vorwärts nicht hinbekam.

 

 

Die heutige Tour dazu:

 

Ich rufe hiermit eine Challenge aus: Wer es schafft, diesen Weg mit einem elektrischen Einrad vor meinen Augen hochzufahren, bekommt ne warme Fanta ausgegeben ... oder Vergleichbares 🙂 Muss natürlich zeitnah sein oder wenn es regnet, denn im Frühjahr, wenn wieder alles trocken ist ... obwohl ... auch dann wird das nicht jeder schaffen. Also die Challenge gilt!

 

Hier für die geistige Vorbereitung noch ein Link zum Kartenausschnitt: 

Externe Links nur für Mitglieder sichtbar

 

Ich bin gespannt auf die Helden dieses Landes. Gerne auch Esk8 oder E-Scooterfahrer.

 

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Posted (edited)

Und noch ein paar Tipps zum RS:

 

Viele berichten, es neige zum Wobbeln und zum Tramlining, also renne jeder Bodenunebenheit nach. Dachte ich am Anfang auch. Aber es gibt ein paar Faktoren, die das verbessern bzw. zum Verschwinden bringen.

 

1. Übung. 🙂 So einfach und so wahr.

Das Wheel regiert überraschend feinfühlig auf Mikrobewegungen. Man kann also lernen, es ruhig zu halten.

 

2. Reifendruck 45 psi

(bei 100 kg+) ... entgegen aller Empfehlungen ist das Rad immer noch komfortabel, sehr viel präziser, als bei 35 psi, und das macht sich bei entsprechendem fahrerischen Können bezahlt. Im Matsch getestet hat es bei 25 psi auch nicht mehr Grip, lediglich im lockeren Sand lässt es sich mit 25 psi besser fahren, als mit 45. Aber wie oft hat man das schon.

 

3. Da es - umso mehr bei höherem Reifendruck - auf jede kleinste Körperbewegung reagiert, Bewegungen infolge von Windlast minimieren.

Das geht durch etwas engere Kleidung schon ganz gut, noch besser durch eine entsprechende Haltung. Sehr effektiv ist es, die Arme vor den Körper zu bringen. Stufe 1: mit der anderen Hand den jeweils anderen Daumen umfassen. Stufe 2: die Handgelenke umfassen. Stufe 3: Die Hände überkreuz und die Handinnenflächen gegeneinander oder gar die Finger verschränken. All diese Moves zielen darauf ab, die Schulterbreite und damit den Luftwiderstand zu verringern. Das funktioniert so gut, dass das Rad viiiel leichter auf höhere Geschwindigkeiten zu bringen ist, viiel leichter und bequemer schnell fährt, weniger Geräuschniveau zu beklagen ist und man sich gleich etwas wärmer fühlt. Lacht nur. Ausprobieren! Die schlechte Nachricht dabei: Die Reichweite wird nicht größer, weil man ohne Mühe merklich schneller fährt, was nicht zu einem geringeren Stromverbrauch führt. Beim Bremsen einfach die Hände etwas abspreizen 🙂 

 

4. Das Wheel beim Kalibrieren der Pedalneigung perfekt senkrecht halten.

Die Auswirkungen dessen sind schon beim Schieben mit dem Trolleyhandle spürbar. Normalerweise reicht leichtes Schrägstellen des Griffs schon aus, das Rad zum Davonfahren in einer Kurve zu veranlassen. Je genauer es senkrecht steht beim Kalibrieren, desto geringer ist die Neigung zu diesem Verhalten.

 

5. Beim Bremsen aus höheren Geschwindigkeiten NICHT in die Knie gehen und gleichzeitig den Rumpf beugen, um den Oberkörper senkrecht zu halten.

Auf gut Deutsch: nicht in den Kacksitz gehen. Das zielt auf das Vermindern des Wobbelns beim scharfen Bremsen vor unerwarteten Schlaglöchern oder Wurzelaufbrüchen oder ähnlichen Hindernissen. Die Knie natürlich nicht überstrecken, so dass man im Notfall doch noch einfedern kann, aber ansonsten den möglichst geraden ganzen Körper nach hinten lehnen. Ist die Kalibrierung perfekt, wobbelt auch bei solchen Notbremsungen nichts. Geht doch etwas schief, ist es vermutlich mit weniger Risiko verbunden, sich einfach lang zu machen und das Wheel bei einem Sturz ausgestreckt vor sich her zu schieben, als nach vorne zu stürzen, vielleicht sogar noch in den Gegenverkehr.

 

6. Bei wirklich starken längeren Steigungen vorher die Pedale zwischen 3 und 5 ° nach hinten kalibrieren und bergab 3 bis 5° nach vorne.

Das unterstützt prima und das Rad fährt fast von alleine. In Allgemeinen fahre ich mit 0 ° am besten, aber das mag bei jedem unterschiedlich sein. In meiner Anfangsphase habe ich die unterschiedlichsten Winkel probiert und dachte immer,  "das isses jz", aber letztlich trat mit zunehmender Übung der Winkel in den Hintergrund und mit Rücksicht auf die Ausleuchtung der Straße durch die eingebaute Lampe ist mir 0 ° mittlerweile am liebsten. Ausnahme ist das mten3, das fahre ich meist mit 2 ° nach hinten, weil ich so die beste Führung meiner Waden am Gehäuse habe, was bei Offroadstrecken ein Vorteil ist.

 

7.  Wobbeln beim Bremsen unmittelbar nach dem Beschleunigen ist wohl nicht zu vermeiden, gleichzeitig leicht zu kontrollieren.

 

Wenn ein alter Hase aus eigener Erfahrung bei diesen Tipps anderer Meinung ist, bitte unbedingt antworten und möglichst konkrete Vorschläge unterbreiten. Ich probiere gerne alles aus und schmeiß auch schon mal meine Meinung über den Haufen. Außerdem muss bei leichtem Cruisen mit 25 km/h manches gar nicht so spürbar sein, wie bei knapp 60, aber Tramlining ist bei nicht optimalen Umständen schon bei 20 deutlich spürbar. Und zu guter Letzt kann man mit mir auch gerne alles gemeinsam ausprobieren. Nur eins werde ich sicher nicht probieren: Clarkpads montieren, um Treppen rauf zu fahren 🙂 

Edited by oldtrapper
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vor 15 Stunden schrieb Beetle:

Wie machen sich die neuen Lager? 

Unauffällig, Danke der Nachfrage. Trotz Fahrten bei der aktuellen Feuchtigkeit und im Matsch/Schneematsch. Ein wenig Sorge macht mir, dass auf der Bayerischen Seite so viel gestreut ist. Vorsichtshalber lege ich das Wheel nie auf die Seite, damit möglichst alles an den Lagern vorbei tropft. Der Versuchung, mit dem Gartenschlauch das Salz-Dreck-Gemisch mit dem Gartenschlauch rauszuspülen widerstehe ich schweren Herzens. Und die Hunderunden bei Regen fahre ich lieber mit dem Tesla oder mten3 🙂 

 

Fährst Du zur Zeit auch viel?

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Schöne Abendrunde heute bei -4 bis -6 ° mit ein paar Aha-Effekten 🙂 Es ist wirklich gut, wenn man seine Strecke kennt und bei diesen Temperaturen weiß, wo die Brücken sind und welche Passagen in dieser Jahreszeit den ganzen Tag im Schatten liegen und auch bei Sonne sicher nicht abtrocknen. Im Schein der Bordbeleuchtung sieht man das feine Glitzern auf dem Asphalt leider nicht, zu ungünstiger Winkel für eine vernünftige Reflektion ... zum Glück aber im Schein der Helmlampe, wenn auch erst immer sehr spät. Dafür war es noch eine recht flotte Runde. Einen guten Teil ist ein Bekannter mitgefahren, der den Grundsatz "respect the beep" leider auf die harte Tour lernen musste und im Sommer wegen seines Schlüsselbeinbruchs ausfiel. Er fährt ein MSP, seit ein paar Tagen mit dem Knobby Tyre, so dass ich das heute schon mal auf Asphalt testen konnte ... nicht mein Ding. Hoffentlich kann ich das auch bald mal im Gelände fahren. Und er hat heute noch was auf die nicht ganz so harte Tour gelernt: "respect the Pferdeapfelhaufen". Letzte Woche ist er immer voll Freude durchgepflügt und hat sich gefreut, wenn es hinten rausspritzte ... vulgo: die Scheiße durch die Gegend flog. Leider waren die Dinger heute gefroren, was für einigen Slapstick sorgte.

 

Mit ca 40 km/h vom Scheißhaufen in die Luft gehoben worden und, da unvorbereitet, bei der Landung dahinter durch das Bremsen einen heftigen Speedwobble bekommen. Allerdings hat nicht der Korpus des Rades gewobbelt, sondern der Reifen auf der Felge. Er ist so ein Typ, den ich 10 m weit schmeißen kann, wiegt knapp 70 kg und fährt aufgrund der vielen einschlägigen Youtubevideos mit 25 psi ... hmmm .. .das lässt meinen Tipp 2 oben in noch mal einem anderen Licht scheinen. Durch die starke Verformung des weichen Reifens beim Aufprall und bei der Landung wandert der Reifen auf der Felge quer zur Fahrtrichtung schnell hin und her. Ein wenig schneller gefahren und es hätte eine Resonanzschwingung gegeben, die ziemlich sicher mit seinem Sturz geendet hätte. Der Reifen hat hör- und sichtbar in rascher Folge links und rechts gegen den Korpus des Wheels geschlagen. Wir haben natürlich gleich geprüft, ob Achsmuttern oder Hängerschrauben lose gewesen sein könnten, aber die Felge saß bombenfest im Gehäuse, da war nichts locker.

 

Edited by oldtrapper
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