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caelus

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Everything posted by caelus

  1. Das ist imho etwas unlogisch. Die Geräte haben "bauartbedingte Höchstgeschwindigkeiten". Das heißt aber nicht, dass die auch immer ausgefahren werden. Ein Fahranfänger hämmert ja auch mit einem Motorrad nicht mit 250km/h los, nur weil das Teil das fahren kann. Außerdem gibt es ganz unterschiedliche Geräte. Siehe die Beispiele oben (Dualpeds und auch schnelle Monowheels). Und es gibt auch viele, die können ihr Auto nicht "sicher beherrschen". Sonst gäbe es nicht so viele überfahrene Radfahrer und Passanten.
  2. Hängt sehr vom konkreten Gerät ab. Bei den Rollern macht Reifengröße und Luftbereifung viel aus. Schon von 8 auf 10" ist das sehr bemerkbar. Die mit richtiger Federung (Dualtron) liegen zudem sehr satt auf der Straße und verkraften hohe Geschwindigkeiten. Ich denke die sind vergleichbar sicher wie Motorräder. Wegen der kleinen Räder nicht ganz so stabil gegen Schlaglöcher und bei höheren Endgeschwindigkeiten sind dem Grenzen gesetzt, besitzen aber mehr Möglichkeiten zu Gewichtsverlagerung und haben niedrigeren Schwerpunkt. Sind daher viel agiler und man kann besser ausweichen im Zweifelsfall. Bei den Monowheels kommt es auch sehr auf die Radgröße an und auf das Peak-Drehmoment des Motors, sowie die Reaktivität der Elektronik. Die neue Generation erreicht enorme Fahrstabilität. Liegt auch auf dem Level von Motorrädern (in Ausweichsituationen besser, weil schneller und genauer zu steuern). Im Vergleich zu den anderen eFKs stechen Monowheels vor allem durch die viel genauere Dosierbarkeit und das intuitive Handling heraus. Und haben ihre Stärke vor allem in den Allroundeigenschaften. Lassen sich problemlos zwischen Menschenmassen steuern und sind relativ unabhängig vom Untergrund und auch kaum empfindlichen gegen Nässe/Glätte und fahren auch vergleichsweise souverän auf Eis und Schnee. Sowas wie ein Gotway Monster ist auch auf Strecke und bei hohen Geschwindigkeiten einsetzbar (fährt ca 70km/h max) .
  3. Der ganze Ablauf zielte offensichtlich darauf ab, etwas durchzumauscheln. Schon der Auftrag an das BASt lautete ja auf typprüfungspflichtig abzuzielen, flankiert mit der Falschinformationen nach außen, die PLEVs Fahrrädern gleichzustellen. Und das ganze wurde um Jahre verschleppt. Verstehe aber auch nicht, warum die Opposition da nicht schon viel eher reagiert hat.
  4. Geht da um ganz andere Roller, siehe Dualtron, paar Postings vorher... Gibt doch schon Autos und Motrorräder, die 250km/h fahren können. Wieso sollten deren Fahrer vernünftiger sein? In USA sind E-Skateboarder im Verkehr inzwischen ziemlich normal. Und nur weil ein Board 45km/h fahren kann, heißt es nicht, dass der Fahrer das überall ausfährt.
  5. Ich denke man muss bereit sein, die Regelungsidee ein Stück weit aufzugeben. Keine Regelung kann die ganzen Anwendungsfälle abdecken. Viel effektiver geht das mit gewissem Vertrauen in die Vernunft der Nutzer. Der Erfolg von Pedelecs beruht ja auch zu einem großen Teil darauf, weil man sie a) nicht dem Bürokratiewahnsinn einer Typprüfung unterzieht und b) auch weiterhin eher in Ruhe lässt. Tatsächlich sollen ja 50% getunt sein (weiß keiner so genau). Dieser Freiraum führt zu Stilblüten bis hin zu diesen DHL Lastenräder, die bis zu 400kg tranportieren können. Man klöppelt halt Pedalen dran, damit es als Pedelec durchgeht, obwohl das bei genauerer Betrachtung Null Sinn macht und nur der juristen Umgehung der Auflagen dient. Während der gesamte restliche Markt der Mikromobile nicht in den Tritt kommt. Die Hürden der Typprüfung lohnen sich für kleine Fahrzeuge einfach immer weniger. Und genauso ist das mit dem E-Scooter Erfolg. Die sind in USA ja deswegen so erfolgreich, weil sie eben nicht durchreguliert sind. Die Idee des BMVI, mit Regulierungen hier mehr Sicherheit zu erreichen, geht ja sowieso an den eigentlichen Faktoren vorbei. Und wird einfach nur die Verbreitung behindern. Die Wirklichkeit wird diese Ideen aber begradigen. Wenn in ein paar Jahren überall fröhlich rumgefahren wird - nur nicht in Deutschland - dann ist das nicht mehr haltbar.
  6. Das hängt sehr von den gesellschftlichen Konventionen ab, was als fahrlässig und unverschämt gilt. Ich finde es ist fahrlässig und unverschämt mit einem SUV in der Stadt rumzufahren. Oder den 95% irgendwo rumstehen zu haben, wo er Fläche wegnimmt. Jeder städtische Parkplatz wird statistisch von der Gesellschaft mit ca 5000,- EUR subventioniert. Solche Teile wie die Dualtrons würden imho wirklich viele vom Auto wegbringen. Und sind prima mit Bahn kombiniertbar. In den Bus nimmt die eh keiner mit rein, sind ja viel schneller als der Bus.
  7. Das war eine enorm spannende Debatte. Hier ist das Video mit allen Reden zu sehen: Deutscher Bundestag - Mediathek WWW.BUNDESTAG.DE Live, unkommentiert und in voller Länge: Sämtliche Live-Übertragungen des Parlamentsfernsehens sowie das vollständige Videoangebot seit Beginn der 17. Wahlperiode im Oktober 2009 bietet...
  8. Also die Sharinganbieter werden mit umgelabelten Scootern und 20km/h Firmware Drosselung ihre Flotten auf die Straße werfen, das wird schon klappen. Wer 10.000de Scooter auf den Markt wirft, für den ist es ja relativ egal, ob die Typzulassung 30.000 EUR kostet.
  9. Die EU Bürokraten haben eigentlich die Vorgaben ganz sinnig ausgearbeitet, und das auch schon 2013! Typprüfungsfrei. Deutschland/BMVI ist hier der Irrläufer mit unpraktikabler Typprüfungspflicht.
  10. Also erstmal bringt das alles immer nur etwas, wenn es ohne Typprüfungspflicht kommt. Denn Typprüfung hieße immer Nogo, die Auflagen sind für die kleinen Geräte unerfüllbar und zu teuer. Grundsätzlich wäre Typprüfungsfreiheit auch für >25km/h aber im Rechtsrahmen machbar, man muss in der STVO halt diese Geräte als Ausnahme definieren. Dazu wäre es natürlich schön, wenn es europaweit harmonisiert wäre, man sein Board, Roller oder Mono auch in anderen Ländern nutzen kann. Euroopaweite Regelung Ist aber im Moment noch nicht zu erwarten, die haben praktisch alle die PLEVs freigegeben und tolerieren auch die schnelleren und weiter besteht ja damit erstmal kein Leidensdruck, weil diese "Dualtron Welle" europaweit derzeit noch nicht akut ist und alles darunter noch relativ problemlos innerhalbder PLEV Klasse toleriert wird. Noch. Das kommt aber sicher mit den schnelleren Geräten, wenn die dann neben den Autos herrasen. Dann drückt das die Praxis in den Markt und erfordert dann auch neue Regulierung irgendwann. Hinkt halt in EU immer paar Jahre hinterher - und in D dann dazu noch mal paar Jahre obendrauf für German Angst.
  11. Die haben es jedenfalls drauf, wie man etwas wirksam durchsetzt. Da steht die Polizei mit Kofferwaagen an den Straßen und wiegt alle Flitzer. Sehr effektive Lösung. Siehe Video unten. Sind übrigens 20kg Limit. Und darf - offiziell - nur 25km/h fahren. Und gilt dann nicht als KFZ, reduziert also all die Auflagen. Lustiger Weise wird die Geschwindigkeit aber nicht kontrolliert, der Dualtron Spider wiegt 19kg, hat 3600W Nennleistung der Motoren und fährt etwa 60km/h. Ist aber mit einer Höchstgeschwindigkeit lt. Hersteller von 25km/h angeben. LoL. Verrückt. In USA ist ja alles unter 750 Watt kein KFZ soweit ich weiß. Ist aber praktisch nicht prüfbar. (Physikalisch haben Elektromotoren gar keine Obergrenze, Grenze ist nur die Wärmeabuhr). Schon verblüffend in dem Video, was in USA/Singapur diskutiert wird und wie das gehandhabt wird im Vergleich zu Deutschland. Ich fände so ein generelles Gewichtslimit für Elektrofahrzeuge sehr sinnvoll, wenn man die dann erleichtert reguliert, also kein KFZ, keine Typprüfung. Kann man diskutieren, ob das 20kg, 25kg oder 30kg (wie bei Leichtmofas) sein sollte. Für solche, die schneller fahren als 25km/h wäre Versicherung/Plakette sinnvoll - aber bitte ohne Typprüfung etc, das ist nicht praktikabel, allein schon weil kein anderes Land das so macht und daher kein Markt dafür besteht.
  12. Was für ein Bremser. Ist auch alles unlogisch und inhaltlich unzutreffend, was er da sagt zu Erfahrungen aus anderen EU Ländern. Bezieht sich auch alles rein auf die Mietsysteme und hat mit der Fahrzeugklasse nichts zu tun. Und sowieso bringt dir Typprüfungspflicht dazu nichts, außer Blockade. Geht da ganz offensichtlich um völlig andere Gründe. Ich finde das hat schon die Größenordnung von gezielter Irreführung und müsste eigentlich eine intensive journalistische Investigation des BMVI/BASt nach sich ziehen, was da gemauschelt wird.
  13. Am Freitag wird der Antrag der FDP im Plenum besprochen „E-Scooter und Hoverboards jetzt bürgerfreundlich zulassen – Flexible Mobilität schnell und innovativ ermöglichen“: Deutscher Bundestag - FDP will E-Scooter und Hoverboards schnell zulassen WWW.BUNDESTAG.DE „E-Scooter und Hoverboards jetzt bürgerfreundlich zulassen – Flexible Mobilität schnell und innovativ ermöglichen“ lautet der Titel eines von der FDP-Fraktion angekündigten Antrags,...
  14. Es ist völlig ausgeschlossen, dass aktuelle Boards eine Betriebserlaubnis erhalten. Das Yuneec hat soweit ich weiß z.B. nur 1 Motor, damit auch nur 1 Bremse. Nicht erlaubt. Außerdem erfüllt sicher kein Modell die geforderten Voraussetzungen von DIN EN 15194. Ökonomisch ist das auch völlig unrealistisch. Sowas würde zu teuer, würde keiner kaufen und lohnt für Hersteller nicht. Also bei mir hat die Polizei die Versicherung genau mit der Fahrzeugnummer abgeglichen (Monowheel, da ist eine Seriennummer auf der Felge eingraviert).
  15. @Evolve und Rumpeldidumpel: Vereinfachung abweichend von diesen Prozessen sind rechtlich nicht möglich und liegt damit nicht im Spielraum des BMVI. D.h. entweder PLEVs werden als KFZ kategorisiert und sind damit typprüfungspflichtig mit dem vollen Prozedere. Oder sie sind eben keine KFZ. Dieses Problem ist schon seit Jahren klar, wurde im Rahmen der EU-Debatte dazu umfangreich besprochen und die EU-Lösung dafür lautet: PLEVs typrüfungsfrei, also keine KFZ. Die EU hat daher die PLEV Klassen extra aus der europäischen Typverordnung rausgenommen und die Regulierung den Mitgliedstaaten übergeben (typprüfungsfreie Fahrzeuge unterliegen nicht der EU sondern national) damit eine Regulierung ohne Typprüfung möglich ist. Es wurde extra eine DIN für PLEVs erstellt, die extra typprüfungsfrei gemacht wurde (DIN EN 17128). Alle EU Länder haben sich bisher daran gehalten, ist immer typprfüfungsfrei ausgeführt.
  16. top Projekt, danke fürs detaillierte Berichten! Kommt noch ein kleines Video?
  17. Lassen sich die Schrauben nicht drehen? Und dann kleinere Köpfe wählen?
  18. Nenn doch mal einen, der die Anforderungen erfüllt und einen Hersteller hat, der die Kosten der Typprüfung tragen würde. Da wird die Luft sehr dünn. Leider nein. eKFV wäre dann nicht maßgeblich, bleibt formal Straftat.
  19. daher ist so ein M365 ja auch nicht zulassungsfähig. Die Verleihfirmen müssen sich daher neue Modelle zulegen, die entsprechenden "Manipulationsschutz" aufweisen. Das werden die selben Scooter sein, Neuentwicklung ist ja nicht realistisch, nur andere Firmware. Damit es dann auch "bestimmungsgemäß" 20km/h genügt, muss es eben formal ein anderes Modell sein. Naja, mal abwarten. Es wird ja de facto kein normaler E-Scooter zulassungsfähig. Die Lime und Bird usw. werden etwas anders und einheitlich aussehen. Alles andere fällt dann auf. Und kontrolliert werden muss nur die Plakette. Wenn Dein Roller schneller fahren kann als 20km/h fällt er zudem nicht unter die eKFV. Formal bliebe es damit eine Straftat. Kann also durchaus auch schlechter werden.
  20. also ich vermute das wird so laufen: Die großen Vermieter wie Bird, Lime, Tier kommen jeweils mit einem umgelabelten Roller raus. Das wird in der Basis ein Xiaomi M365 bzw. Ninebot S2 bleiben, so wie bisher. Aber umgelabelt. Das kann man in China flott bestellen. Haben dann etwas anderes Display oder so. Damit ist das eine neue Zulassung "ab Werk". Die kommen dann mit gedrosselter Firmware auf 20km/h. Und die Bluetooth Verbindung wird passwortgeschützt bzw. der Zugriff auf bestimmte Parameter unterbunden. Damit ist das "bauartbedingt" erfüllt, weil "bestimmungsgemäß" Nutzung nur 20km/h. Damit sind dann wohl die Auflagen erfüllt und es gibt ne ABE.
  21. Hab die DIN EN 15194 besorgen können. Zitiere daraus mal Abschnitt 4.2.17 als Screenshot:
  22. Auch das lässt sich ausschließen. Die Kurve zeigt kontinuierlichen Rückgang der Unfallzahlen. Dafür muss es einen Grund geben, bzw. viele, weil der Rückgang zeitlich so schön homogen ist. Und diese Gründe haben mit den gesetzlichen Regelungen offenbar rein garnichts zu tun, denn die sind immer ab Stichtag.
  23. Also solche Sachen wie Einführung Verwarngeld Helmtragepflicht, Gurtpflicht, Promillegrenzen usw. die zu recht klaren Stichtagen eingeführt wurden, müssten, wenn sie denn wirksam wären, schon einen kleinen Knick in den Statistiken hinterlassen. Tun sie aber nicht. Und zwar in keinem einzigen Fall. Es ist also ziemlich sicher, das sowas nichts nützt. Der allgemeine Trend zu niedrigeren Unfallzahlen zeigt dagegen, dass es an anderen Faktoren liegt, die nicht an bestimmten Stichtagen eingeführt werden, sondern kontinuierlich wirken.
  24. "Nachdem ab 1980 Helm- und Gurtpflicht für motorisierte Fahrzeuge durch endlose Kontrollen und Strafzettel durchgesetzt wurden, sank die Zahl der Verkehrstoten deutlich. Bis heute und trotz Airbags ist der Gurt bei PKW-Unfällen der Lebensretter Nr. 1 und Helme sind der beste Schutz vor Kopfverletzungen nach Zweiradstürzen. Durch diese und andere Maßnahmen sank die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland von über 13.000 im Jahr 1980 auf unter 8.000 im Jahr 1989 (Zahlen: Statistisches Bundesamt)." Das ist komplett falsch. Ein Blick auf die Unfallstatistik reicht, um zu erkennen das das nicht stimmt. Interessanter Weise gibt es sogar überhaupt keine regulatorische Maßnahme, die sich in den Unfallstatistiken niederschlägt. Die ganze Idee, das sich durch Gesetze überhaupt die Verkehrssicherheit beeinflussen lässt ist also sehr fraglich. Es sind offenbar ganz andere Faktoren, die da hineinspielen.
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